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Audi in Ingolstadt: Jobabbau durch natürliche Fluktuation | BR24

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© dpa-Bildfunk/Armin Weigel

Das Audi-Logo, die vier Ringe, verhängt mit einem weißen Tuch (Symbolbild).

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Audi in Ingolstadt: Jobabbau durch natürliche Fluktuation

Bei Audi in Ingolstadt stehen heute und morgen die Bänder still. Grund ist der Streik im Werk in Ungarn. Unabhängig davon scheinen die guten Jahre in Ingolstadt vorbei zu sein: Die Belegschaft muss sich auf einen massiven Personalabbau einstellen.

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Wegen eines Streiks im firmeneigenen Motorenwerk im ungarischen Györ ruht bei Audi in Ingolstadt heute und morgen die Produktion. Im Tarifstreit bei Audi Hungaria haben die Beschäftigten am Donnerstag für eine Woche die Arbeit niedergelegt. Dadurch können die dort auch für Audi gefertigten Motoren nicht geliefert werden.

Insider: Mindestens 3.000 Stellen werden nicht nachbesetzt

Die Ingolstädter Audianer haben kein einfaches Jahr hinter sich: Ex-Chef Rupert Stadler war monatelang in U-Haft, die Absatzahlen sind in Europa dramatisch eingebrochen. Die Aussichten verheißen nichts Gutes: Am Hauptsitz könnten in den nächsten fünf Jahren Tausende von Arbeitsplätzen wegfallen – zwar nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, die sind bis 2025 durch eine Beschäftigungsgarantie ausgeschlossen, aber durch natürliche Fluktuation.

Das bedeutet: Viele Stellen, die frei werden, weil jemand in Ruhestand geht, werden nicht mehr nachbesetzt. Insider rechnen mit mindestens 3.000 Stellen. Hintergrund sind nicht nur die Dieselkrise und die anhaltenden Probleme beim neuen WLTP-Abgasmess-Standard, sondern auch die Umstellung auf die E-Mobilität.

Vorstand und Betriebsrat wollen ab Februar verhandeln

Offiziell nennt Audi keine Zahlen, bestätigt aber, dass man "die demografische Kurve nutzen" werde. Die Verhandlungen zwischen Vorstand und Betriebsrat über die Bedingungen, zu denen die Stellen abgebaut werden, sollen im Februar beginnen.