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Audi: 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr | BR24

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Audi: 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Der Audi-Vorstand hat die Belegschaft auf einen harten Sparkurs eingeschworen. Der Automobilhersteller habe einen "schlechten Wirkungsgrad" hieß es auf der Betriebsversammlung. Insider schätzen, dass bis 2025 tausende Arbeitsplätze wegfallen könnten.

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Bei der Betriebsversammlung am Mittwoch hat der Audi-Vorstand die Belegschaft auf einen harten Sparkurs eingeschworen. Das erklärten Teilnehmer der nicht öffentlichen Versammlung dem Bayerischen Rundfunk. Bis 2025 könnten laut einem Insider bis zu 10.000 der aktuell 60.000 Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm wegfallen.

"Schlechter Wirkungsgrad"

Demnach erklärte Finanzvorstand Alexander Seitz den Audianern ohne Umschweife, dass Audi derzeit einen schlechten Wirkungsgrad habe. Nach diesen Quellen liegt die Produktionsauslastung nur noch bei 64 Prozent und die Kapitalrendite bei zehn Prozent. Vor wenigen Jahren hatte die Kapitalrendite noch bei noch 35 Prozent gelegen. Seitz wörtlich: "Das, was wir reinstecken und das, was wir rauskriegen, passt nicht mehr!"

Stellenabbau - aber keine betriebsbedingte Kündigungen

In der Folge müsse es auch einen Stellenabbau geben. Das betonten Insidern zufolge sowohl Finanzvorstand Seitz als auch Audi-Chef Bram Schot. Betriebsbedingte Kündigungen werde es aber nicht geben. Die Beschäftigungsgarantie bis 2025 gelte. Allerdings würden Stellen, die durch Verrentung oder Altersteilzeit frei würden, teilweise nicht mehr nachbesetzt.

Kein konkreter Zeitplan

Ein Zeitplan für den Stellenabbau und konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Gespart werden soll auch bei der Audi Erfolgsbeteiligung, kurz AEB. Zum einen soll diese künftig niedriger ausfallen. Zum anderen soll es für alle Mitarbeiter, unabhängig vom Einkommen, eine fixe Summe geben.

Betriebsrat fordert klare Angaben zur Auslastung

Der Betriebsrat forderte bei der Versammlung klare Angaben zur Auslastungen der Standorte. Man wolle wissen, wo künftig welche Modelle gebaut werden und mit welchem Volumen. Gefordert wurde auch eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis 2030.