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Das zweite Jahr infolge findet die historische Dinkelsbühler Kinderzeche unter besonderen Bedingungen statt. Für die Kinder ist das Festspiel wie Weihnachten mitten im Sommer.

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Auch ohne Festumzug: Kinder bekommen Kinderzech-Gucken

Das zweite Jahr infolge findet die traditionelle Kinderzeche in Dinkelsbühl nicht statt. Dabei das große Highlight: das Verteilen der Gucken beim großen Festumzug. Der fällt coronabedingt aus – das Guckenverteilen aber nicht.

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Von
  • Annika Svitil

Bereits im März war klar: Auch im Jahr 2021 wird es keine Kinderzeche in Dinkelsbühl geben, zumindest nicht in der traditionellen Form. Am Freitag startete die zweite Coronaauflage des Festspiels mit einem virtuellen Bieranstich, am Montag fand ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Weinmarkt statt. Und auch für das Verteilen den sogenannten Gucken hat sich die Kinderzeche etwas überlegt.

Keine Kinderzeche ohne Gucken

Historischer Hintergrund ist die Sage der Turmwärterstochter Lore, die mit einer Schar Kinder die Stadt im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden befreite. Und daher ist die Kinderzeche in ihrem Ursprung ein Kinderfest. Traditionell wird als Dankeschön für die Unterstützung bei der Befreiung von Dinkelsbühl den Kindern daher eine Gucke, also eine Tüte voller Süßigkeiten, überreicht. Das passiert normalerweise beim historischen Festumzug durch die Stadt. In diesem Jahr unter Coronaauflagen erstmals im Zeughaus.

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Tim und Nora sind bereit für's Bayern1-Interview.

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Auch für Ella und Henri gab es Gucken gefüllt mit Süßigkeiten.

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Die Süßigkeiten werden traditionell in bunte Tüten gefüllt, das wird "Gucken" genannt.

1.500 Gucken für Dinkelsbühler Schüler

Nacheinander sind alle Schulen der Stadt eingeladen worden, um sich klassenweise die Gucken im Zeughaus abzuholen. Dabei herrschte Masken- und Abstandspflicht, außerdem wurde ein Schleußensystem entwickelt, damit alles coronakonform abläuft. Insgesamt wurden so rund 1.500 Schülerinnen und Schüler mit den Tüten versorgt. Finanziert wurden diese rein aus Spenden.

Hoffnung auf Kinderzeche 2022

Die Freude bei den Kindern ist groß, immerhin hätten sie normalerweise eine Rolle bei dem Umzug der Festspiele. Die Gucke ist ein kleiner Trost. Gleichzeitig freuen sie sich auf das kommende Jahr. Auch die Organisatoren sind optimistisch, dass es 2022 wieder eine "normale" Kinderzeche geben wird. Im Vergleich zum vergangenen Jahr war es heuer schon eine Steigerung, da konnte man aufgrund der geltenden Hygieneregeln die Gucken nur in den jeweiligen Schulen vorbeibringen.

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