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Auch im Steigerwald wütet der Borkenkäfer | BR24

© pa-dpa/Blickwinkel

Borkenkäfer in Aktion

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    Auch im Steigerwald wütet der Borkenkäfer

    Die warme und trockene Witterung begünstigt die Fortpflanzung des Borkenkäfers in den bayerischen Wäldern. Nachdem die Lage in Südbayern schon länger ernst ist, schlagen Forstexperten nun auch für Unterfranken Alarm.

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    Vor allem der südliche Steigerwald und der Odenwald seien in Unterfranken betroffen, sagte Klaus Behr vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen im Gespräch mit BR24k. Bei warmer Witterung wie zuletzt bilden Buchdrucker und Kupferstecher drei Generationen in einem Jahr aus, so Behr. Nachdem es bereits 2015 und auch in diesem Winter und Frühjahr sehr trocken war, sind auch die Abwehrmechanismen der Fichten geschwächt. Sie bilden weniger Harz und sind deshalb anfälliger gegen den Schädling.

    Kritische Stufe teils erreicht

    Das regelmäßige Monitoring der Ämter zeigt, dass in einigen Regionen bereits eine kritische Stufe erreicht wurde. In Unterfranken sind vor allem Regionen im Bereich Kitzingen, in Wiesenbronn, Abtswind und im Odenwald betroffen. Hier stehen noch vergleichsweise viele Fichten.

    Forstexperte fordert "Konsequentes Handeln"

    Laut Behr müssen die Borkenkäferarten nun von Anfang an konsequent bekämpft werden. Der Forstexperte sagte BR24:

    "Es ist Aufgabe der Waldbesitzer, ihre Bestände selbst zu kontrollieren und auch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das dient nicht nur dem Schutz ihrer eigenen Wälder, sondern auch dem Schutz der Nachbarwälder. Betroffene Bäume müssen sofort eingeschlagen, entrindet und aus dem Wald gebracht werden." Klaus Behr, Amt für Landwirtschaft und Forsten Kitzingen

    Auch Reisig und Rindenmaterial müssten fachgerecht entsorgt, so Behr. Missachten Waldbesitzer ihre Pflichten, müsse das Amt die Fällarbeiten in Auftrag geben und den Waldbesitzern in Rechnung stellen.