Kühlturm des Atomkraftwerks Isar 2
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Kühlturm des Atomkraftwerks Isar 2

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Atomkraftwerk Isar 2 geht im Oktober eine Woche vom Netz

Atomkraftwerk Isar 2 geht im Oktober eine Woche vom Netz

Zur Vorbereitung auf einen möglichen Weiterbetrieb geht das Atomkraftwerk Isar 2 bei Landshut am 21. Oktober wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten für circa eine Woche vom Netz. Ob es danach länger läuft, entscheidet sich bis Anfang Dezember.

Das Atomkraftwerk Isar 2 in Essenbach bei Landshut geht im Rahmen der Vorbereitungen auf einen möglichen Weiterbetrieb nach Jahresende ab dem 21. Oktober für voraussichtlich eine Woche vom Netz. Das gab der Kraftwerkbetreiber PreussenElektra Freitagmittag in einer Presseerklärung bekannt.

Weiterbetrieb bis März 2023

Während des Stillstandes werden die Druckhaltervorsteuerventile revidiert. Dabei werden die Ventile ausgebaut, die Ventilsitze eingeschliffen und abschließend wird ihre Funktionsfähigkeit geprüft, so der Betreiber. Mit Abschluss dieser Arbeiten schafft das Atomkraftwerk die Voraussetzungen für einen unterbrechungsfreien Betrieb bis zum planmäßigen Abschalten im März 2023.

Arbeiten mit Aufsichtsbehörde abgestimmt

In der Diskussion um die mögliche Laufzeitverlängerung war bekannt geworden, dass für einen Betrieb über das Jahresende hinaus die Ventile noch einmal gewartet werden müssen. Die erforderlichen Arbeiten wurden den Angaben zufolge im Vorfeld mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde abgestimmt.

Nach dem geplanten Wiederanfahren des Reaktors Ende Oktober kann die Anlage laut PreussenElektra mit dem bestehenden Reaktorkern bis voraussichtlich März 2023 weiterlaufen und Strom produzieren.

Klarheit über Weiterbetrieb Anfang Dezember

Die Bundesregierung will spätestens Anfang Dezember entscheiden, ob die Meiler Isar 2 und Neckarwestheim in Baden-Württemberg im ersten Quartal 2023 als Notreserve in einem Streckbetrieb weiter Strom produzieren sollen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte kürzlich mitgeteilt, derzeit spreche vieles für diesen Streckbetrieb, da die europäische Stromproduktion in Frankreich wegen dort ausgefallener Atomkraftwerke nicht ausreichend gesichert sei.

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