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Archivbild: Atomkraftgegner demonstrieren in Schweinfurt

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    Mahnwache von Atomkraftgegnern in Schweinfurt

    Super-GAU am 26. April 1986: Im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl kam es zur Kernschmelze in Block 4. Für heute Abend rufen Atomkraftgegner zu einer Mahnwache in Schweinfurt auf - am Vorabend des 30. Jahrestags.

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    Um 18.00 Uhr beginnt die Mahnwache am Georg-Wichtermann-Platz in der Schweinfurter Innenstadt. Veranstalter ist das "Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft".

    "Tschernobyl mahnt"

    Nach Ansicht der Initiatoren ist die Nutzung der Atomenergie "unverantwortlich und letztlich nicht beherrschbar". Dennoch mute die Staatengemeinschaft der Weltbevölkerung "dieses riskante Abenteuer" weiterhin zu, heißt es in einer Pressemitteilung des Anti-Atom-Bündnisses. Am Standort Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt produziere das AKW zwar keinen Strom mehr, das atomare Inventar im Reaktor und im Zwischenlager stelle jedoch "weiterhin eine Bedrohung" dar.

    Unterschriften für Gesetzesänderung

    Bei der Mahnwache werden unter anderem Vertreter der der Internationalen Ärzteorganisation IPPNW über die Situation in Tschernobyl informieren. IPPNW ist ein internationaler Zusammenschluss von Ärzten, die sich für die Abrüstung atomarer Waffen engagieren. 1985 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis. In Schweinfurt werden die Veranstalter der Mahnwache mehrere Unterschriftenlisten auslegen. Eine Forderung des Bündnisses ist, den Atomausstieg im Grundgesetz zu verankern.