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Atom-Endlager: Bürger können sich bei Standortsuche beteiligen | BR24

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Fässer mit Atommüll (Symbolfoto)

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    Atom-Endlager: Bürger können sich bei Standortsuche beteiligen

    Wohin mit dem Atommüll? Die Bundesgesellschaft für Endlagerung ist auf der Suche nach einem passenden Standort. Auch Niederbayern und die Oberpfalz sind im Rennen. Bürger können jetzt bei einer "Fachkonferenz Teilgebiete" ihre Interessen einbringen.

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    Von
    • Margit Ringer
    • BR24 Redaktion

    Am 5. Februar geht die Bürgerbeteiligung an der bundesweiten Standortsuche für ein Atomendlager in Deutschland in die nächste Runde. Dann startet der erste von drei Beratungsterminen der "Fachkonferenz Teilgebiete". Diese findet vom 5. bis 7. Februar ausschließlich online statt. Aber: Alle Bürger können sich daran beteiligen.

    Regionale Interessen vorstellen

    Erörtert wird der bisherige Stand der Standortsuche. Er wurde im September vergangenen Jahres im sogenannten Zwischenbericht Teilgebiete von der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) vorgestellt.

    An den drei Tagen Anfang Februar können Bürger, Wissenschaftler, aber auch Gebietskörperschaften wie Landkreise oder Kommunen ihre regionalen Interessen vorstellen. Die Fachkonferenz soll verständlich machen, wie die BGE arbeitet und zu ihren Ergebnissen gelangt - aber auch Erfahrungen und Wissen sammeln über die regionalen Interessen in den betroffenen Teilgebieten, heißt es auf der Internetseite des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

    Bis 2031 muss Standort gefunden sein

    Laut dem Zwischenbericht aus dem September sind große Teile von Bayern nach dem bisherigen Stand für ein Endlager geeignet. Die Ergebnisse der "Fachkonferenz Teilgebiete" fließen dann in die weitere Standortsuche ein. Bis zum Jahr 2031 muss in Deutschland ein Standort für ein atomares Endlager gefunden werden. Derzeit gibt es 90 Teilgebiete in Deutschland, die aufgrund der bisherigen Datenlage für ein Endlager in Frage kommen. Auf der Liste der möglichen Standorte stehen unter anderem der Saldenburger Granit im Bayerischen Wald, der Granit im Fichtelgebirge und der nördliche Oberpfälzer Wald.

    Die erste Bürgerbeteiligung im Rahmen der "Fachkonferenz Teilgebiete" findet an zwei weiteren Terminen im April (15. bis 18.4.) und im Juni (10. bis 13.6.) statt. Für die erste Veranstaltung im Februar kann man sich noch bis Freitag anmelden, teilte eine Sprecherin des Landkreises Neustadt an der Waldnaab mit.

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    Die Teilgebiete sind in einer Karte farblich nach Wirtsgesteinstyp hervorgehoben.

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