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Zweiter Asylgipfel in Nürnberg
© BR/Roland Zimmermann
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Zweiter Asylgipfel in Nürnberg

In dem Masterplan, der heute auf dem zweiten Asylgipfel Thema war, hat der Religionspädagoge und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer Janosch Freuding aus Bamberg 60 Forderungen aufgestellt.

Masterplan diskutiert

"Es sind erstmals zentrale Kernforderungen von uns, die wir an sehr vielen Stellen sagen. Zum Beispiel: bessere Ausbildungsbedingungen für Asylsuchende, keine Ausbildungsverbote, keine Abschiebung nach Afghanistan und die AnkerZentren wie sie jetzt sind, können auch nicht so bleiben,“ so Freuding. Die Maximalforderung vieler Flüchtlingshelfer, "Asyl für alle" zu fordern, ist in dem Masterplan nicht enthalten.

Frust unter Helfern wächst

Knapp vier Jahre nach der außergewöhnlichen Flüchtlingswelle stellen die ehrenamtlichen Helfer einen zunehmenden Frust unter den eigenen Mitgliedern fest und fühlen sich von der Politik immer mehr kriminalisiert. So erklärt Hanscarl Lünke, ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer aus Nürnberg: "Es liegt bereits schriftlich vor, dass eine Kriminalisierung der Helferkreise unterstellt wird, in dem Augenblick, wo man weiß, dass demnächst ein Flugzeug bereitsteht zur Abschiebung. Und wer das publiziert, würde bis drei Jahre Gefängnis bekommen."

Bundesinnenministerium will Abschieberegeln verschärfen

In einem Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums sollen die Abschieberegeln verschärft werden. Das stößt auf große Kritik bei den Teilnehmern. Auf dem Gipfel geht es auch darum, dass sich die Teilnehmer nicht nur informieren und austauschen, sondern vor allem auch besser untereinander vernetzen.

Screenshot vom Elektronischen System zur ESTA-Einreisegenehmigung

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