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Asylbewerber nach mutmaßlicher Vergewaltigung vor Gericht | BR24

© BR/Andreas Herz

Prozess wegen mutmaßlicher Vergewaltigung gegen drei afghanische Asylbewerber am 13.06.19 vor dem Augsburger Amtsgericht.

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Asylbewerber nach mutmaßlicher Vergewaltigung vor Gericht

Anfang Juli soll ein 15-jähriges Mädchen in einer Asylbewerberunterkunft in Augsburg vergewaltigt worden sein. Heute findet nun der Prozess gegen drei Männer aus Afghanistan statt.

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Der Vorfall ereignete sich Anfang Juli 2018 in einem Augsburger Asylbewerberheim. Drei Männer, die aus Afghanistan stammen, sollen dort eine 15-jährige Schülerin vergewaltigt haben. Heute müssen sie sich nun vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Das Gericht will noch heute ein Urteil fällen.

15-Jährige lernte einen der Männer kennen

Laut Staatsanwaltschaft hatte das 15-jährige Mädchen einen der angeklagten Männer kennengelernt. Mit dem damals 17-Jährigen soll sie sich in der Asylbewerberunterkunft in der Augsburger Proviantbachstraße getroffen haben und mit auf das Zimmer eines Bewohners gegangen sein.

Mädchen stand wohl unter Drogeneinfluss

Den Ermittlungen der Polizei zufolge bot man ihr dort Rauschgift an. Was danach passierte, daran kann sich die 15-Jährige nicht erinnern. Sie will einen Filmriss gehabt haben. Passanten fanden sie später im Augsburger Stadtteil Lechhausen völlig hilflos vor. Wegen ihres Zustandes wurde sie in eine Klinik gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, dass sie offenbar missbraucht worden war.

Polizei nahm mehrere Tatverdächtige fest

Die Polizei hatte im Zuge ihrer Ermittlungen zunächst fünf Tatverdächtige festgenommen, vor Gericht müssen sich nun drei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren verantworten. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf einen weiteren Fall, bei dem sich zwei andere Afghanen an der 15-Jährigen vergangen haben sollen. Darüber wird heute vor Gericht nicht verhandelt.