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Freudenstein will Regensburger Oberbürgermeisterin werden | BR24

© Henning Schacht

Astrid Freudenstein (CSU) will Regensburger Oberbürgermeisterin werden

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    Freudenstein will Regensburger Oberbürgermeisterin werden

    Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Astrid Freudenstein (CSU) will Oberbürgermeisterin von Regensburg werden. Welchen Kandidaten ihre Partei in Regensburg ins Rennen schicken wird, ist noch unklar. Freudenstein will die Basis entscheiden lassen.

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    Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Astrid Freudenstein (CSU) will Oberbürgermeisterin von Regensburg werden. Das bestätigte sie am Karfreitag. Sie schlägt vor, die CSU-Basis in Regensburg zu befragen, wer für die Partei antreten soll. Auch für die letzte Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2014 wurde so der OB-Kandidat bestimmt - die Delegierten stimmten damals der Wahl der Basis zu. Aber: Auch wenn die CSU-Basis einen Kandidaten wählt, können die Delegierten noch einen anderen nominieren.

    Freudenstein schreibt in den sozialen Netzwerken: "Ich stelle und beuge mich einem solchen Votum, wie auch immer es ausfällt." Denn: Gute Kommunalpolitik müsse klare Ziele formulieren, für Regensburg brauche es eine moderne Verkehrspolitik und eine starke Sozialpolitik. "Dafür benötige ich die volle Rückendeckung meiner Partei", so Freudenstein.

    Noch keine Partei mit offiziellem Kandidaten

    Bisher hat noch keine der im Stadtrat vertretenen Parteien offiziell einen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters 2020 nominiert. Bei der SPD sind die amtierende Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Burger im Gespräch.

    Der suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) hat ebenfalls seine Kandidatur angekündigt - allerdings nicht als Kandidat der SPD. Bei den Grünen ist noch unklar, wer kandidiert. Gute Chancen hätte der Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol, der bei der Landtagswahl im vergangenen Herbst dem CSU-Kandidaten Franz Rieger fast das Direktmandat abgenommen hätte.

    Einige mögliche Kandidaten für die CSU

    Innerhalb der CSU werden der Ortsvereinsvorsitzenden Dagmar Schmidl Interesse an einer OB-Kandidatur nachgesagt. Der CSU-Kreisvorsitzende Franz Rieger sowie der CSU-Fraktionsvorsitzende Ludwig Zimmermann haben sich noch nicht erklärt. Auch eine Kandidatur des OB-Kandidaten von 2014, Christian Schlegl (CSU), ist nicht völlig ausgeschlossen. Bei den Freien Wählern gilt es als sicher, dass der Fraktionsvorsitzende Ludwig Artinger kandidiert.

    Aus dem Journalismus in die Politik

    Freudenstein stammt aus Karpfham bei Griesbach (Lkr. Passau) und ist gelernte Journalistin. Sie arbeitete bei der Passauer Neuen Presse, dem Bayerischen Rundfunk und für die Neue Zürcher Zeitung. Aus dem Journalismus wechselte sie an die Universität Regensburg und war dort seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin für Medienwissenschaft tätig.

    Freudenstein ist ehemaliges Mitglied des deutschen Bundestags

    2013 bis 2017 war sie Mitglied des deutschen Bundestags und CSU-Vertreterin im Ausschuss für Arbeit und Soziales. 2017 unterlag sie Peter Aumer bei der Nominierung für das Direktmandat. Der Einzug über die Landesliste in den Bundestag gelang ihr wegen des schlechten Wahlergebnisses nicht. Sie ist erste Nachrückerin und kann damit rechnen, dass sie möglicherweise als Nachfolgerin von Marlene Mortler in den Bundestag wechseln kann, die gute Chancen hat, ins Europaparlament einzuziehen.

    Enge Mitarbeiterin von Bundesverkehrsminister Scheuer

    Derzeit ist Freudenstein Leiterin der Zentralabteilung im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und damit eine enge Mitarbeiterin von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Aus den heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der Regensburger CSU hielt sie sich soweit möglich heraus.

    Sie gilt als Anhängerin des gemäßigten Flügels rund um den ehemaligen Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Im Februar trat sie mit einem Brief an den CSU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rieger an die Öffentlichkeit, in dem sie eine personelle Erneuerung der in Flügel zerrissenen Regensburger CSU verlangte. Damals schrieb sie, dass sie nicht als "Zählkandidatin" bei der OB-Wahl für die CSU antritt.