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Astrazeneca-Impfstoff: Landkreis hat nicht genug Impfgeeignete | BR24

© BR/Katharina Häringer
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Wie umgehen mit dem Astrazeneca-Impfstoff? Es steht die Frage im Raum, ob schon Personen der zweiten Priorität geimpft werden dürfen, obwohl noch nicht alle Über-80-Jährigen dran waren.

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Astrazeneca-Impfstoff: Landkreis hat nicht genug Impfgeeignete

Im Landkreis Freyung-Grafenau steht man vor einem Problem: Es gäbe genügend Impfstoff von Astrazeneca, aber nicht mehr genügend Personen, die zur ersten Priorisierungsgruppe gehören und gleichzeitig noch unter 65 Jahren sind.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Inzwischen wird auch der neue Impfstoff von Astrazeneca nach Niederbayern und in die Oberpfalz ausgeliefert. Allerdings wird er nur für Menschen unter 65 empfohlen. Ein Problem, denn im Landkreis Freyung-Grafenau gibt es nicht mehr viele Personen, die zur Gruppe der ersten Priorität gehören und die jünger als 65 sind.

Allerdings wurden etwa impfwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeheimen und Kliniken, sowie niedergelassene Ärzte in Schwerpunktpraxen und Zahnärzte bereits überwiegend geimpft, wie Karl Matschiner, der Pressesprecher des Landratsamts Freyung-Grafenau bestätigte. "Wir sind so vorgegangen, um möglichst schnell eine Situation herzustellen, die die vulnerablen Personen schützt", so Matschiner. "Auf längere Sicht sollte so die pflegerische und medizinische Infrastruktur sichergestellt werden." Die "Passauer Neue Presse" hatte zuerst darüber berichtet.

Dennoch gibt es zahlreiche Über-80-Jährige im Landkreis, die noch auf ihre Impfung warten. Es steht also die Frage im Raum, ob schon Personen der zweiten Priorität geimpft werden dürfen, obwohl noch nicht alle Über-80-Jährigen dran waren.

Ändert man die Impfreihenfolge?

Stellt sich die Frage: Darf Stufe zwei in der Impfreihenfolge schon beginnen, wenn Stufe eins noch nicht abgeschlossen ist? Und wenn ja: Mit welchen Personen oder Berufsgruppen geht es dann los? Karl Matschiner weiß es nicht. Einen Plan für dieses Szenario gebe es nicht. Er wolle sich, wenn es soweit ist, mit der Regierung von Niederbayern abstimmen. "Wir werden hier mit Sicherheit keine eigenmächtige Vorgehensweise wählen", sagt er.

Die Regierung von Niederbayern verweist ans bayerische Gesundheitsministerium. Doch auch hier gab es auf BR-Anfrage noch keine Antwort. Auf der Homepage der Bundesregierung heißt es, "erst wenn die Schwächsten geschützt sind, wird das Impfangebot erweitert".

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