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Asiatischer Moschusbockkäfer fliegt wieder | BR24

© Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Rosenheim

Asiatischer Moschusbockkäfer

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    Asiatischer Moschusbockkäfer fliegt wieder

    Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bittet Gartenbesitzer in Rosenheim und Kolbermoor, ihre Pflanzen und Gehölze zu untersuchen - auf fliegende Asiatische Moschusbockkäfer und Bohrmehl am Stamm. Von Dagmar Bohrer-Glas und Matthias Lauer

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    Der Schädling bedroht vor allem Kirschbäume, Pflaume, Zwetschge, Kriecherl, Mirabelle, Aprikose und Pfirsich. Teile Rosenheims und Kolbermoor sind Quarantänezonen. Diese sind im Radius zwei Kilometer groß. Holz der heimischen Obstbäume, aber auch Holzverpackungsmaterial dürfen nicht aus diesen Zonen herausgebracht werden, außer die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stimmt zu.

    Da weitere Befallsherde vermutet werden, werden Gartenbesitzer, Landwirte und Baumpfleger gebeten, Bäume zu begutachten und jeden Verdacht zu melden. Kranke Bäume werden ausnahmslos gefällt. Die Kosten übernimmt der Freistaat. Der Asiatische Moschusbockkäfer befällt gesunde Laubgehölze. Teile welken, brechen ab. Schließlich stirbt der Baum ab. Geachtet werden soll auf Löcher im Stammfuß und auf Bohrmehl. Käfer sollten am besten gefangen oder fotografiert werden.

    Italien und Rosenheim betroffen

    Der Asiatische Moschusbockkäfer kommt in Europa derzeit nur in Italien und im Raum Rosenheim/Kolbermoor vor. In Kolbermoor ist der Befall so stark, das im Frühjahr bereits 34 Gehölze entfernt werden mussten. Im vergangenen Jahr wurden dort Trichterfallen aufgestellt und 18 Käfer gefangen. Jüngst wurden zehn weitere verdächtige Bäume in Kolbermoor entdeckt. Die Hoffnung, dass die Larven im Winter erfroren sind, haben sich nicht bestätigt.

    Zur Bekämpfung des Käfers sollen nach einer EU-Richtlinie auch geschulte Baumkletterer und in schwer zu kontrollierenden Heckenstrukturen Spürhunde eingesetzt werden. Diese Verfahren werden durch den Einsatz von Pheromonfallen und Fangbäume unterstützt.