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Aschermittwoch: Söder teilt aus, Weber wirbt für Europa | BR24

© pa/dpa

Weber und Söder in Passau

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Aschermittwoch: Söder teilt aus, Weber wirbt für Europa

CSU-Chef Söder und Europa-Spitzenkandidat Weber haben ihre Partei beim politischen Aschermittwoch auf den Europawahlkampf eingeschworen. Zugleich teilte Söder aus: gegen Grüne, AfD, aber auch gegen die Partner in Bund und Land, SPD und Freie Wähler.

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Die Aufteilung zwischen Manfred Weber und Markus Söder war klar: Weber, der Unions-Spitzenkandidat für die Europawahl beschränkte sich in seiner Rede auf Europa. Söder, der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef, nahm sich die Landes- und Bundespolitik vor.

CSU-Spitzenkandidat Manfred Weber lobt EU

Weber betonte die Bedeutung Europas für Frieden und Wohlstand: "Dass wir heute 60 Jahre in Frieden leben dürfen, ist ein großes Geschenk der Europäischen Union, auf das wir stolz sind."

Er wolle Brückenbauer sein und den Menschen zuhören. Selbstbewusst rief er ins Publikum: "Ich kann, ich will und ich werde Kommissionspräsident werden, mit Eurer Unterstützung." Europa müsse aus der Mitte heraus gestaltet werden, nicht von rechten und linken Scharfmachern, mahnte Weber, der die Errungenschaften Europas – Frieden und Freiheit – pries.

Söder stichelt gegen Freie Wähler

Söder stichelte in seiner Rede sogar in Richtung seines Koalitionspartners in Bayern, die Freien Wähler. Mit Blick auf die Kritik der Freien Wählern an den geplanten Stromtrassen durch Bayern und den Streit über Flutpolder bei Regensburg rief er: "Ohne Netze kein Strom, ohne Polder kein Hochwasserschutz."

Spott für SPD und Grüne

Das Mittel der SPD sei immer Steuererhöhung, sogar gegen schlechtes Wetter, ätzte Söder über den Koalitionspartner auf Bundesebene. Und in Richtung der Grünen sagte der bayerische Ministerpräsident: Er mache in Bayern ökologische Politik ohne die Grünen.

Söder grenzt sich von der AfD ab

Darüber hinaus attackierte Söder die AfD scharf. Gemäßigte AfD-Mitglieder rief er zum Austritt auf: "Kehrt zurück und lasst die Nazis alleine in der AfD. Es ist Zeit für einen Richtungswechsel." Mit Blick auf Europa betonte der CSU-Vorsitzende: Er sei nicht bereit, Europa den Nationalisten und Populisten zu überlassen.

© BR

Manfred Weber fordert, dass Digital-Konzerne wie Facebook, Aplle und Co. künftig in Europa Steuern zahlen.

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Markus Söder kann sich keine Zusammenarbeit mit den Grünen vorstellen, so lange diese die Rückkehr von Flüchtlingen in sichere Herkunftsländern blockieren.

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Am Aschermittwoch traten die Spitzenpolitiker fast zeitgleich vor ihren Anhängern auf. Bei der CSU in Passau stand "Neu-Parteichef" Markus Söder am Pult. BR-Korrespondent Julian von Löwis über die Resonanz beim Publikum.