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Bildrechte: Carol Lupu BR

Digitalladen öffnet in Aschaffenburg

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    Stadtgeschichte über die Theke im Digitalladen Aschaffenburg

    In Aschaffenburg öffnet am heutigen bundesweiten Digitaltag ein sogenannter "Digitalladen". Wer zum Beispiel etwas über die Geschichte seiner Vorfahren in der Stadt erfahren will, ist an der Ladentheke in der Fußgängerzone genau richtig aufgehoben.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die Stadt Aschaffenburg öffnet in der Fußgängerzone am Freitag einen Digitalladen. Hier können die Bürger nicht nur Informationen aus dem Archiv erhalten, sie können gleichzeitig Dokumente mitbringen und im Laden archivieren lassen. So werden sie selbst zum Teil der Stadtgeschichte. Im Laden selbst stehen mehrere Computer, Scanner, Riesenbildschirme, ein Studioraum für Ton- und Filmproduktion und zwei gemütliche Sitzecken.

    Digitale Theke des Archivs

    Hier können Menschen etwas aus der Geschichte der Stadt erfahren oder aber selbst dazu beitragen, dass ihr Leben ein Teil der Geschichte wird. Der Digitalladen ist eng mit dem Stadt- und Stiftsarchiv verbunden, es ist sozusagen die digitale Theke des Archivs. Ab heute sollen die Aschaffenburger in den Laden kommen, der von Fachpersonal ständig betreut wird. "Die 71.000 Bürger der Stadt erreichen wir nicht durch das Rathaus, sondern über die Fußgängerzone", so Eric Leiderer, dritter Bürgermeister von Aschaffenburg.

    Niederschwelliges Angebot

    Leiderer, sagt, so ein Laden sei etwa für Familien interessant, die nachschauen können, was ihre Vorfahren in der Geschichte erlebt haben oder wann sie in die Stadt eingewandert sind. In ein Rathaus mit einem Termin oder in ein Stadtarchiv gehen die Menschen selten. Aber mitten in eine Fußgängerzone einfach in einen Laden zu gehen, das sei ein niederschwelliges Angebot.

    Migrationsgeschichte im Stadtarchiv noch lückenhaft

    Das Stadtarchiv will Aufrufe starten, und zwar zu Themen, die noch nicht so präsent sind. Das sagt Joachim Kemper, der Leiter des Stadt- und Stiftsarchivs. So wird der Digitalladen auf Festivals und dort dafür werben, dass Bürger mit etwa türkischen, italienischen oder griechischen Wurzeln ihre Migrationsgeschichte mitteilen. So erhofft sich Kemper, auch Fotos, Dokumente oder anderes Material aus der Migrationsgeschichte digitalisieren zu können.

    Geschichte wird weiter geschrieben

    Die Besucher kommen ja nicht nur mit einer Frage, sie kommt auch mit eigenem Wissen in den Digitalladen. Und ab diesem Moment, wenn sie ihre Fragen stellen, hinterlassen sie selbst eine Spur in der Stadtgeschichte.

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