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ASB Bayern weist Insolvenz-Gerüchte zurück

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ASB weist Insolvenzgefahr als Spekulation zurück

Der bayerische Landesverband des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) hat einen Medienbericht, wonach eine Rückzahlung von unrechtmäßig abgerechneten Gebühren den Rettungsdienstleister in die Insolvenz treiben würde, zurückgewiesen. Dies sei Spekulation.

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Ob die Rückzahlungen für zu unrecht abgerechnete Gebühren den ASB tatsächlich in den Ruin stürzen können, wird vom ASB-Landesverband zumindest angezweifelt. Bisher gebe es nämlich keine konkrete Summe, die die Krankenkassen zurückfordern könnten, weil die Ermittlungen dazu noch laufen, teilte eine Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk mit. "Öffentlich gestellte Fragen zur Insolvenz sind daher zum heutigen Zeitpunkt reine Spekulation“, heißt es weiter.

Weitere Aufklärungsarbeit

Der Rettungsdienstleister konzentriere sich nun vorrangig auf die Aufklärung der Betrugsvorwürfe, öffentliche "Spekulationen" über die Finanzlage und über eine mögliche Insolvenz bewertete eine Sprecherin als "unseriös". In einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" hieß es, die verfügbaren Mittel würden gerade einmal für die Hälfte der anstehenden Rückzahlungen ausreichen.

Es geht ans Eingemachte

Der ASB bestätigte dem BR, dass trotzdem bereits jetzt darüber nachgedacht wird, welche "Einsparpotentiale" für die kommenden Jahre möglich sind. Oder anders gesagt: Es wird geprüft, wie eng man den Gürtel in Zukunft schnallen kann und muss. Grundsätzlich zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) dazu bereit, die Rückzahlung auch als "angemessene Ratenzahlung" zu ermöglichen, wie ein Sprecher der ARGE mitteilte.

Millionen zu viel abgerechnet

Insgesamt geht es um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, den der ASB über Jahre hinweg zu viel abgerechnet haben soll – dazu wurden Abrechnungen manipuliert. Das bestätigt ein Zwischenbericht von externen Wirtschaftsprüfern. Die dafür mutmaßlich Verantwortlichen – ehemalige leitende Angestellte des Landesverbands – arbeiten bereits nicht mehr beim ASB. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Bekannt waren die Betrugsvorwürfe in diesem Frühjahr geworden. Ende April hatten die Krankenkassen eigene Ermittlungen angestellt und daraufhin die Staatsanwaltschaft informiert. Im Juni waren dann die Geschäftsräume der Landesgeschäftsstelle in Erlangen durchsucht worden.