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ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt ist pleite | BR24

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Der Regionalverband Erlangen-Höchstadt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist insolvent. Der Verband macht seit 2017 Verluste, war bislang auf Darlehen des Landesverbandes angewiesen. Künftig wird er dieses Geld aber nicht mehr bekommen.

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ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt ist pleite

Der Regionalverband Erlangen-Höchstadt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist insolvent. Der Verband macht seit 2017 Verluste, war bislang auf Darlehen des Landesverbandes angewiesen. Künftig wird er dieses Geld aber nicht mehr bekommen.

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Der ASB-Regionalverband hat am Donnerstag (26.09.19) beim Amtsgericht Fürth den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte der nun vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun mit.

Verband macht seit 2017 Verluste

Der Regionalverband macht nach eigenen Angaben bereits seit 2017 Verluste. Seit 2018 war er deshalb auf Darlehen des ASB-Landesverbands angewiesen. Künftig könne der Landesverband den ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt aber nicht mehr finanzieren, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm dem Bayerischen Rundfunk.

Millionenschwere Betrugsvorwürfe gegen den Landesverband

Der gesamtbayerische Landesverband war vor kurzem wegen millionenschwerer Betrugsvorwürfen in die Kritik geraten. Er soll Rettungsdienstleistern unrechtmäßig Gebühren abgerechnet haben. Die Krankenkassen könnten deshalb zu viel gezahltes Geld zurückfordern. Wie viel genau, ist noch unklar. Der Landesverband hatte deshalb angekündigt, Kosten sparen zu wollen.

Essen auf Rädern, Erste-Hilfe-Ausbildung, Botendienste

Ziel des Insolvenzverfahrens sei es nun, dass der Regionalverband dauerhaft und nachhaltig saniert werde. Der Verband Erlangen-Höchstadt wird weiterhin uneingeschränkt seine Dienste anbieten, wie er betont. Dazu gehören Essen auf Rädern, Botendienste oder eine Erste-Hilfe-Ausbildung.

Gehälter bis November abgesichert

Der Regionalverband Erlangen-Höchstadt mit seinen 300 ehrenamtlichen Helfern und 10.000 Mitgliedern führe seinen Geschäftsbetrieb trotz des Insolvenzantrages nun uneingeschränkt fort, so Böhm. Die Löhne und Gehälter der 27 hauptamtlichen Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld mindestens bis November abgesichert.