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Armutskonferenz: Bessere Hilfe für Obdachlose | BR24

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In München haben mehr als 9.000 Menschen keine Wohnung. Wie kann das sein, trotz vielfältiger Hilfsangebote? Und wie kann man diese Menschen besser erreichen? Um diese Fragen ging es heute bei der ersten katholischen Armutskonferenz in München.

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Armutskonferenz: Bessere Hilfe für Obdachlose

In München haben mehr als 9.000 Menschen keine Wohnung. Wie kann das sein, trotz vielfältiger Hilfsangebote? Und wie kann man diese Menschen besser erreichen? Um diese Fragen ging es heute bei der ersten katholischen Armutskonferenz in München.

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Auf Einladung der Caritas haben sich heute Sozialarbeiter, Theologen und Sozialwissenschaftler zur ersten katholischen Armutskonferenz in München getroffen. Ihr Ziel: Sich besser zu vernetzen, damit Hilfe schneller ankommt und Armut effektiver bekämpft werden kann. Zentrales Thema: die Wohnungsnot. Allein in München haben mehr als 9.000 Menschen keine Wohnung.

250 Obdachlose kommen jeden Tag nach St. Bonifaz

Immer mehr Obdachlose suchen Hilfe im Kloster St. Bonifaz nahe dem Münchner Hauptbahnhof. Täglich kommen bis zu 250 Menschen zum Essen, Duschen, zur medizinischen Versorgung. Sozialarbeiterin Sr. Monika Plank hilft ihnen seit 30 Jahren:

"Ich habe den Eindruck, es braucht uns immer mehr, dass die Armut zunimmt. Unsere Hilfsmöglichkeiten werden sehr stark in Anspruch genommen. Manchmal geht es an unsere Grenzen." Sr. Monika Plank

Kirche will 30 Prozent ihrer Wohnungen an Arme vermieten

Die Kirche will mehr Wohnraum für Arme anbieten. So sollen vom Bestand 30 Prozent Sozial-Wohnungen, 30 Prozent an Mitarbeiter und nur 40 Prozent auf dem freien Markt vermietet werden. Und die Sozialarbeiter haben noch einen Wunsch an die Gesellschaft insgesamt, der ganz ohne Geld zu erfüllen ist:

"Wir beobachten, dass sich Menschen, die arm sind, oft als Menschen zweiter Klasse fühlen. Es ist ganz wichtig, dass wir ihnen mit dem nötigen Respekt und auf Augenhöhe begegnen." Barbara Igl, IN VIA e.V

Forderung: Sozialer Wohnungsbau muss gestärkt werden

Die Armutskonferenz hat eine klare Forderung an die Politik im Freistaat: Sozialer Wohnungsbau muss noch mehr gestärkt werden.