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Armin Grein mit Moderator Jürgen Gläser
© Melina Bosbach - BR

Autoren

Sylvia Schubart-Arand
© Melina Bosbach - BR

Armin Grein mit Moderator Jürgen Gläser

Das letzte politische Amt hat Armin Grein erst vor einem Jahr abgegeben. Da trat er bei der Bezirkstagswahl nicht mehr an. Trotzdem wird es an Gratulanten zum 80. Geburtstag nicht mangeln. Am Ostersonntag wird zu Hause in Marktheidenfeld im Kreise der Familie gefeiert, mit Ehefrau Martha, drei Kindern und sechs Enkelkindern. Der offizielle Empfang mit geladenen Gästen findet erst am Freitag, 26. April statt. Dann hat sich sogar Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angesagt - aus gutem Grund.

Hubert Aiwanger hat Armin Grein viel zu verdanken

Als Aiwanger nämlich am 25. März 2006 den Landes- und Bundesvorsitz der Freien Wähler von Armin Grein übernahm, hatte der Marktheidenfelder diese bereits auf kommunaler Ebene zu einer beachtlichen politischen Größe geformt. Nicht nur, dass Grein einer der Begründer der Bewegung war, 28 Jahre lang - seit 1978 - stand er auch an der Spitze. Der gebürtige Aschaffenburger hatte an der Pädagogischen Hochschule Würzburg auf Lehramt mit dem Nebenfach Psychologie studiert, dann an Volks- und Hauptschulen unterrichtet, ehe er hauptamtlicher Bürgermeister seiner Heimatstadt Marktheidenfeld wurde. Am 1. Mai 1984 wurde Grein Landrat im Kreis Main-Spessart. Der erste Landrat, den die Freien Wähler überhaupt stellten. Dreimal wurde er wiedergewählt, ehe er 2008 mit 69 Jahren aus Altergründen das Amt aufgab.

Marktheidenfeld und Landkreis entscheidend weiterentwickelt

Für seine Leistungen wurde Armin Grein mit Preisen und Ehrungen überhäuft: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, Bayerische Verfassungsmedaille in Silber, Ehrenbürger der Stadt Marktheidenfeld, Ehrenvorsitzender der Freien Wähler auf Bundes- und Landesebene, um nur einige zu nennen. Trotz der politischen Arbeit war Grein aber auch stets ehrenamtlich tätig. Vorsitzender der Lebenshilfe Marktheidenfeld ist der rüstige 80-Jährige immer noch - und das seit 45 Jahren. Im Moment überlegt er, ob er sich noch eine weitere Aufgabe vornehmen will: Eine Chronik für die Freien Wähler schreiben.