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Armbrust-Fall von Passau: Ermittler gehen von Selbstmord aus | BR24

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Der "Armbrust-Fall" mit insgesamt fünf Toten gab viele Rätsel auf. Drei Leichen waren in Passau, zwei weitere in Niedersachsen gefunden worden.

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Armbrust-Fall von Passau: Ermittler gehen von Selbstmord aus

Der "Armbrust-Fall" mit insgesamt fünf Toten gab viele Rätsel auf. Drei Leichen waren in Passau, zwei weitere in Niedersachsen gefunden worden. Die dortige Staatsanwaltschaft bestätigt nun: Die zwei toten Frauen haben ebenfalls Selbstmord begangen.

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Es war das zweite Wochenende im Mai diesen Jahres, als zuerst drei Leichen in einer Passauer Ferienpension und später zwei weitere in einer Wohnung im niedersächsischen Wittingen gefunden wurden. Die drei Toten in Passau hatten Pfeile in ihren Körpern, abgefeuert aus einer Armbrust. Die beiden toten Frauen in Wittingen wiesen keine äußerlichen Verletzungen auf.

Am Freitag nun bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft in Hildesheim, dass die beiden Frauen ebenfalls Selbstmord begangen hatten. Dies folge "aus dem im Blut der Verstorbenen aufgefundenen Medikamentencocktail sowie nicht vorhandener äußerer Spuren von Gewalteinwirkung".

Tötung auf Verlangen in Passau

In ihrem Abschlussbericht gingen die Ermittler in Passau bereits Mitte August davon aus, dass die drei Toten aus der Pension ebenfalls Selbstmord begangen hatten. Zwei der drei Leichen, ein 53-Jähriger und eine 33-Jährige, waren auf dem Bett liegend gefunden worden. Sie hatten sich dem Bericht zu Folge zuerst selbst K.o.-Tropfen betäubt und waren daraufhin handlungsunfähig. Die Polizei geht davon aus, dass sie der Tötung zustimmten. Entsprechend wird die Tat als Tötung auf Verlangen oder Suizid gewertet. Alle fünf Personen sollen Mitglieder einer Sekte mit dem Namen "Welterneuerer und Welterschaffer" gewesen sein.

Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.