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Armbrust-Fall: Frauen in Niedersachsen wurden nicht umgebracht | BR24

© BR/Martin Gruber

Die beiden Frauen, die im Zusammenhang mit den Passauer Armbrust-Toten in einer Wohnung in Wittingen (Lkr. Gifhorn) gefunden wurden, sind ohne Fremdeinwirkung gestorben. Das hat die Obduktion ergeben.

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Armbrust-Fall: Frauen in Niedersachsen wurden nicht umgebracht

Die beiden Frauen, die im Zusammenhang mit den Passauer Armbrust-Toten in einer Wohnung in Wittingen (Lkr. Gifhorn) gefunden wurden, sind ohne Fremdeinwirkung gestorben. Das haben die Ermittler jetzt bestätigt.

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Wie ein Sprecher der Polizei in Gifhorn auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigt, sind die beiden Frauen in Wittingen (Lkr. Gifhorn) ohne Fremdeinwirkung gestorben. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat am Dienstagnachmittag die Ergebnisse der Obduktion der beiden Frauen bekanntgegeben: Der Todeszeitpunkt der 35-Jährigen und der 19-Jährigen liegt demnach einige Tage zurück. Es wurden keinerlei Hinweise auf äußere Gewaltanwendungen gegen die beiden Frauen gefunden, heißt es.

Identität der toten Frauen geklärt

Eine der beiden toten Frauen, die in Wittingen gefunden wurden, ist die 35 Jahre alte Lebensgefährtin der 30-Jährigen, die zusammen mit dem Paar am vergangenen Wochenende tot in der Passauer Pension gefunden wurde. Sie war Lehrerin. Die zweite in Wittingen entdeckte Tote ist eine 19-Jährige, die in dem Ort gemeldet war und aus Rheinland-Pfalz stammte. In welcher Beziehung sie zu dem Frauenpaar stand, war zunächst unklar. In der niedersächsischen Wohnung wurden - anders als in Passau - laut Polizei keine Armbrüste oder Pfeile gefunden.

Armbrust-Fall in Passau

Am Samstag waren die Leichen der 30-Jährigen sowie eines 53-Jährigen und einer 33-Jährigen in einer Pension in Passau entdeckt worden. Die drei waren durch Armbrust-Pfeile getötet worden. Die Ermittler sprechen von erweitertem Suizid. Es deute alles darauf hin, dass die 30-Jährige erst die beiden anderen und dann sich selbst erschossen habe.

Vermisste in Wittingen

Eine Lehrerin der Grund- und Oberschule Wittingen mit den Fächern Deutsch und Religion gilt nach Angaben der niedersächsischen Landesschulbehörde als vermisst. Seelsorger seien in der Schule, um Schüler, Lehrer und Mitarbeiter zu unterstützen, sagte eine Behördensprecherin. Den Zusammenhang zum Passauer Armbrust-Fall wollte sie nicht bestätigen und verwies auf die Passauer Staatsanwaltschaft.