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Passauer Armbrust-Fall: Motiv liegt noch im Dunkeln | BR24

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Der Armbrust-Fall mit insgesamt fünf Toten in Passau und im niedersächsischen Wittingen gibt weiter Rätsel auf.

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Passauer Armbrust-Fall: Motiv liegt noch im Dunkeln

Der Armbrust-Fall mit insgesamt fünf Toten in Passau und im niedersächsischen Wittingen gibt weiter Rätsel auf. Besonders die Frage nach dem Motiv für das Geschehen ist noch nicht geklärt. In Passau wie in Wittingen sind die Menschen schockiert.

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Die Obduktionen der fünf Leichen haben am Dienstag etwas Licht ins Dunkel gebracht: Die rechtsmedizinische Untersuchung der Toten aus Passau gab Hinweise auf die Tatumstände. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem 53-Jährigen und den beiden 33 und 30 Jahre alten Frauen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus.

Lebensgefährtin in Wittingen tot aufgefunden

Auch geklärt ist die Identität der beiden am Montag in einer Wohnung in Wittingen gefundenen Frauen. Wie sie ums Leben kamen, blieb zunächst unklar. Bei einer der Frauen handelte es sich laut Polizei um die Lebensgefährtin der in Passau gefundenen 30-Jährigen. Die zweite Tote ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Wohnung lebte.

19-Jährige seit mehreren Jahren vermisst?

Der Fernsehsender RTL berichtete am Dienstagabend unter Verweis auf Ermittler, dass es sich bei der 19-Jährigen um eine seit mehreren Jahren vermisste Jugendliche handeln dürfte. Deren Eltern berichteten im Interview, wie ihre Tochter den 53-Jährigen im Kampfsportclub kennenlernte und wenig später den Kontakt zur Familie abbrach.

Die Bild-Zeitung zitierte am Abend einen Mann, der von seiner Begegnung mit dem 53-Jährigen berichtete. Demnach hatte er dem 53-Jährigen vorübergehend einen Pferdehof verpachtet. Die Frauen sollen sich dem 53-Jährigen gegenüber auffallend unterwürfig verhalten haben.

Menschen in Wittingen unter Schock

Der Tod der zwei Frauen mit Verbindung zum Passauer Armbrust-Fall hat die Menschen im ostniedersächsischen Wittingen nach Auskunft des Bürgermeisters erschrocken.

"Ein kleines Städtchen wie Wittingen wühlt so ein Fall natürlich auf. Das ist Gesprächsthema Nummer eins im Ort." Verwaltungschef Karl Ridder

Die Frauen hätten erst seit März im Ort gelebt. "Ich kannte sie noch nicht persönlich." Eine der Toten, eine 35-Jährige, hatte an der örtlichen Grund- und Oberschule unterrichtet. "Die Schüler und Lehrer werden dort aktuell betreut", sagte der CDU-Politiker.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de.