Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Architektenwettbewerb für Deutsch-Deutsches Museum | BR24

© dpa/pa

Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth

Per Mail sharen
Teilen

    Architektenwettbewerb für Deutsch-Deutsches Museum

    In Mödlareuth entsteht mit einer Fläche von 1.700 Quadratmetern eine Erweiterung des Deutsch-Deutsche Museums. Rund 100 Architekturbüros hatten sich im Rahmen des Wettbewerbs beworben. Heute werden die ausgewählten Vorschläge vorgestellt.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth werden am heutigen Montag die Ergebnisse des europaweiten Architektenwettbewerbs zum Neubau vorgestellt.

    Europaweites Vergabeverfahren

    Von 100 eingereichten Vorschlägen wurden Entwürfe von 30 Büros ausgewählt. 23 reichten dazu ihre Vorschläge ein. Die Architektenbüros stellen heute ihre Pläne und Modelle vor. Die Planunterlagen und Modelle aller Bewerber werden im Anschluss an die Veranstaltung bis zum 27. September 2019 im Deutsch-Deutschen Museum ausgestellt und sind ab Dienstag (17.09.2019) für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Mödlareuth: Ein geteiltes Dorf

    Das Museum Mödlareuth ist ein Ort zur Geschichte der deutschen Teilung. 1990 wurde es gegründet und mit der Zeit immer wieder erweitert. In den Jahren 1999 bis 2003 wurden durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zwei Film-/Vortragsräume, ein Sonderausstellungsraum sowie eine Infothek und ein Museumsshop geschaffen. Mödlareuth war während der Zeit des Kalten Krieges ein geteiltes Dorf. Mit Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 gehörte nun der Ostteil Mödlareuths zum Territorium der DDR, der Westteil zu dem der Bundesrepublik. Damit waren beide Teile Mödlareuths nicht nur Bestandteil zweier verschiedener Staaten, sondern auch unterschiedlicher politischer, militärischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Systeme. Nach dem Teilabriss der Mauer am 17. Juni 1990 entstand auf Initiative des Töpener und damit auch für die bayerische Seite Mödlareuths zuständigen Bürgermeisters Arnold Friedrich die Idee, eine Gedenkstätte und ein Museum in dem als „Little Berlin“ bekannt gewordenen Ort zu errichten.

    Viele Veranstaltungen zum 30-jährigen Mauerfall

    Ab dem 23. September finden viele Veranstaltungen anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls statt. Unter anderem erinnert die Ausstellung „Umweg Prag. Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst 89" im Hauptbahnhof Hof an die ereignisreiche Zeit. Am 3. Oktober ist die Ausstellung "Stasi Ohn(e)Macht - Die Auflösung der Staatssicherheit in der DDR" in Kooperation mit der Behörde des Bundesbeauftragten für Unterlagen der Staatssicherheit geplant. Hier wird gleichzeitig eine Beratung zum Thema „Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?“ angeboten.