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Architektenwettbewerb: Europaweites Interesse an "Little Berlin" | BR24

© picture alliance/dpa

"Mödlareuth ist von nationaler Bedeutung", so Landrat Oliver Bär im BR-Gespräch zum Auftakt des Architektenwettbewerbs.

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    Architektenwettbewerb: Europaweites Interesse an "Little Berlin"

    Die Erweiterung des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth stößt auf großes Interesse: Fast 100 Architekturbüros aus ganz Europa wollen an dem Architekten-Wettbewerb zu "Little Berlin" teilnehmen. Das Museum platzt aus allen Nähten.

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    Mitte September sollen die Entwürfe vorliegen und spätestens zum Jahresende soll dann feststehen, wer mit dem Bau des 12 Millionen Euro-Projekts beauftragt wird. Dann könnte nach jahrzehntelanger Diskussion 2021 der Bau des neuen Museums beginnen. Wie das Landratsamt Hof dem Bayerischen Rundfunk nach Ablauf der Bewerbungsfrist auf Anfrage mitteilte, wollen fast 100 Architekturbüros aus ganz Europa an dem Wettbewerb teilnehmen.

    Ausstellungen und Seminare

    Die bundesweit einzigartige Einrichtung entstand 1990 und platzt aufgrund des großen internationalen Interesses von jährlich rund 80.000 Besuchern aus allen Nähten. Nun soll in dem ehemals geteilten Dorf Mödlareuth ein Museums-Neubau mit rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche für Dauer- und Sonderausstellungen sowie Seminare, Gastronomie und Verwaltung entstehen. Auch das Außengelände mit Resten der Original-DDR-Grenzanlagen soll neu konzipiert werden.

    Zeit bis September

    In einem ersten Schritt wählt nun eine Jury aus den 91 Bewerbern 22 aus – dazu kommen acht renommierte Architekturbüros aus ganz Deutschland und auch aus der Region, die bereits im Vorfeld für den Wettbewerb gesetzt wurden. Bis Mitte September haben die Planer nun Zeit, ihre Ideen für das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth in Pläne und Modelle umzusetzen.

    Erweiterung dringend notwendig

    Das 17-köpfige Preisgericht wird dann die eingereichten Arbeiten nach Kriterien wie Gestaltungsqualität, Energie und Nachhaltigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit beurteilen. Nachdem der damaligen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bereits 2009 beim Festakt zu "20 Jahre Mauerfall" die dringend notwendige Erweiterung zugesagt hatten, zogen sich die Zuschuss-Verhandlungen und Absprachen zwischen verschiedenen Ministerien und Behörden in Berlin und München dann aber länger hin als erwartet. Nun haben der Bund und der Freistaat Bayern Zuschüsse von jeweils 5,5 Millionen Euro zugesichert.

    "Mödlareuth ist absolut einzigartig. Mödlareuth ist von nationaler Bedeutung. Denn einen Ort, der außerhalb Berlins geteilt worden ist, gibt es nur hier. Hier kann man bewusst erleben, wie perfide die Teilung war, wie perfide das System war und einen Ort und zum Beispiel auch Brüder voneinander getrennt hat." Oliver Bär, Hofer Landrat (CSU)