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Im Bayerischen Wald wurde ein Gartenschläfer gesichtet - aufgenommen von einer Wildkamera

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    Arberregion: Seltener "Gartenschläfer" auf Wildkamera entdeckt

    Rund um den Arber im Bayerischen Wald ist ein Gartenschläfer gesichtet worden. Der seltene Nager mit der auffälligen Gesichtszeichnung wurde von einer Wildkamera aufgenommen. Er galt in dieser Region schon als ausgestorben.

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    Von
    • Renate Roßberger

    In der Arberregion lebt einer der europaweit selten gewordenen Gartenschläfer. Das hat der Naturparkverein Bayerischer Wald bekannt gegeben. Entdeckt wurde das kleine Tier auf einer Wildkamera.

    Seit 1986 keine Gartenschläfer-Sichtung mehr

    Zuletzt war 1986 ein Gartenschläfer in der Arberregion nachgewiesen worden. Seit letztem Jahr läuft in sieben Bundesländern das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer", mit dem der Bund Naturschutz herausfinden will, warum die Zahl dieser Tiere in kurzer Zeit überall dramatisch zurückgegangen ist.

    Auffällige "Zorro-Maske" des Nagers

    Der Naturparkverein hatte für das Projekt im Bayerischen Wald mehrere Nistkästen aufgebaut. Bisher konnten Gartenschläfer, die eine auffällige "Zorro-Maske" als Gesichtszeichnung haben, nur noch im Fichtelgebirge, im Frankenwald, im Allgäu und im unterfränkischen Miltenberg nachgewiesen werden.

    Doch nicht ausgestorben: große Freude im Bayerwald

    Im Bayerischen Wald gab es die Befürchtung, dass er schon ausgestorben sein könnte. Das hat sich nun nicht bewahrheitet. Deshalb ist die Freude beim Naturparkverein Bayerischer Wald momentan groß. Die Spurensuche nach Gartenschläfern läuft noch mehrere Jahre weiter.

    Ähnlichkeit mit dem Siebenschläfer

    Auch die Bevölkerung kann sich mit Sichtungen beteiligen und sie melden. Gartenschläfer sehen ähnlich aus wie Siebenschläfer, haben aber eine "Zorro-Maske" und einen auffälligen Schwanz, der fast so lang ist wie der Körper. Das Nagetier gehört zur Gruppe der sogenannten Bilche und ist etwa 15 Zentimeter groß.

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