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Die Arberlandkliniken in Viechtach und Zwiesel im Landkreis Regen, hoffen finanziell einigermaßen glimpflich durch das Jahr 2020 zu kommen. Möglich sei bis Jahresende eine Schwarze Null, sagte Krankenhausvorstand Christian Schmitz.

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Arberlandkliniken hoffen Ende des Jahres auf schwarze Null

Vom Rekordjahr 2019 ins Coronajahr 2020 - Die Arberlandkliniken Viechtach und Zwiesel im Landkreis Regen hoffen finanziell glimpflich durch das Jahr zu kommen. Das Ergebnis kommt nun auf den Winter und die Infektionszahlen an.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Die Arberlandkliniken, die beiden kleinen Krankenhäuser Viechtach und Zwiesel im Landkreis Regen mit zusammen rund 330 Betten, hoffen finanziell einigermaßen glimpflich durch das Jahr 2020 zu kommen. Möglich sei bis Jahresende eine Schwarze Null, sagte Krankenhausvorstand Christian Schmitz bei einem Pressetermin in Viechtach.

Normalbetrieb kehrt zurück

Nach dem Lockdown im Frühjahr, bei dem auch die Arberlandkliniken - wie alle Krankenhäuser - eine große Zahl an Betten für eventuelle Covid-19-Patienten frei räumen mussten, sei inzwischen der Normalbetrieb wieder gut angelaufen. Die Belegung sei fast wieder auf dem Normalstand. Es sei aber noch immer eine leichte Zurückhaltung bei manchen Patienten zu spüren, die Krankenhausaufenthalte verschieben, weil sie sich vor einer Ansteckung fürchten. Diese Angst sei unbegründet, so Schmitz.

Schwarze Null nur durch stabile Lage im Winter möglich

Die Schwarze Null sei nur dann möglich, wenn die Lage im Winter stabil bleibt. Finanziell hatte es für die Arberlandkliniken im Corona-Frühjahr noch schlecht ausgesehen. Durch die Pflicht, Betten für Coronapatienten frei zu halten, die dann aber gar nicht kamen, war man kräftig ins Minus gerutscht. Teilweise standen die beiden Krankenhäuser mehr als zur Hälfte leer. Man hatte also zu wenig Einnahmen. Diese Lage konnte aber später durch Ausgleichszahlungen des Staates für freigehaltene Covid-19-Betten einigermaßen ausgeglichen werden.

"Ich glaube, dass jeder, der mit dem Krankheitswesen zu tun hat, mit großer Sorge auf Herbst und Winter 2020/21 schaut, weil wir einfach nicht wissen, wie sich das Ganze dann entwickelt." Rita Röhrl, Regener Landrätin

Infektionslage immer im Blick

Jetzt komme alles darauf an, wie gut man durch das restliche Jahr kommt und wie sich die Infektionslage, die stets genau beobachtet wird, entwickelt. Momentan seien die Zahlen im Bayerischen Wald niedrig, doch das könne sich schnell ändern, wenn die Menschen unvorsichtig werden. Außerdem sei der Winter in der Region meistens lang und kalt, sodass die Zahlen hochschnellen können. Dann werde man wieder alles brauchen und auch einrichten, von Fieberambulanzen bis hin zu Isolierstationen in den Kliniken für Covid-19-Patienten. Auch eine zusätzliche Fieberklinik, wie man sie im Frühjahr als Reserve eingerichtet, aber dann nicht gebraucht hatte, sei dann wieder denkbar.

Rekordgewinn im Jahr 2019

Vorstand Christian Schmitz gab heute auch das erfreuliche Ergebnis der Arberlandkliniken für 2019 bekannt: Es gab einen Rekordgewinn von über 1,4 Millionen Euro. Dieser ist aber nur durch einen Einmaleffekt zustande gekommen: die Arberlandkliniken hatten vier Jahre lang um einen Sicherstellungszuschlag für die defizitäre Geburtshilfeabteilung gestritten und dabei auch einen Gerichtsprozess gewonnen. 2019 war der Zuschlag dann in einem Stück für die zurückliegenden Jahre in Höhe von 1,75 Millionen Euro ausgezahlt worden. Bis 2021 soll es noch weitere Ausgleichszahlungen aus einem Topf des Freistaats für die Geburtshilfe geben, also dem Bereich mit dem größten Defizit hier.

Seit Jahren wenig bis kein Defizit

Sonst machen die Arberlandkliniken aber seit Jahren wenig bis kein Defizit, stehen also verglichen mit anderen Landkrankenhäusern vergleichsweise gut da. Sie sind auch so gut belegt, dass die Bettenzahl sogar mit Genehmigung leicht aufgestockt werden durfte.

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Christian Schmitz, Vorstand der Arberlandkliniken Viechtach und Zwiesel, und Regener Landrätin Rita Röhrl bei der Arberlandklinik Viechtach.

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