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Arbeitsplätze bei Enka in Obernburg bleiben erhalten | BR24

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Die Verhandlungen zur Insolvenz des Garnproduzenten Enka im unterfränkischen Obernburg am Main sind abgeschlossen. Die Gläubiger haben den Sanierungsplan des Unternehmens angenommen. Alle 260 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

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Arbeitsplätze bei Enka in Obernburg bleiben erhalten

Die Verhandlungen zur Insolvenz des Garnproduzenten Enka im unterfränkischen Obernburg am Main sind abgeschlossen. Die Gläubiger haben den Sanierungsplan des Unternehmens angenommen. Alle 260 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

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Von
  • Carol Lupu

Nach dreieinhalb Stunden waren die Verhandlungen im Aschaffenburger Schloss Johannisburg abgeschlossen. Das Ergebnis: Die Arbeitsplätze beim Garnproduzenten Enka aus Obernburg am Main im Landkreis Miltenberg sind gesichert. Das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung sei erfolgreich abgewickelt worden, sagt der Geschäftsführer von Enka, Wolfgang Menrath. Alle Gläubiger hätten dem Sanierungsplan, den die Geschäftsführung vorgelegt hatte, zugestimmt.

Mitarbeiter demonstrieren während Verhandlungen

Zu Beginn der Insolvenzverhandlungen um die Zukunft des Garnproduzenten Enka aus Obernburg waren vor dem Aschaffenburger Schloss etwa 50 Mitarbeiter zusammengekommen. Mit Transparenten, gelben Westen und Trillerpfeifen forderten die Mitarbeiter, dass die Gläubiger den Sanierungsplan annehmen.

Schließung hätte Kettenreaktion auslösen können

Bei den Verhandlungen ging es um die Zukunft von 260 Arbeitsplätzen. Indirekt hätten noch mehr Arbeitsplätze betroffen sein können. Enka-Mitarbeiter hatten befürchtet, dass eine Schließung des Betriebs zu einer Kettenreaktion in Obernburg führen könnte. Enka sei als Lieferant und Abnehmer für andere Unternehmen am Standort wichtig. Von einem Aus des Enka-Werks hätten bis zu 3.000 Mitarbeiter anderer Obernburger Betriebe betroffen sein können, so die Vermutung von Mitarbeitern.

© BR/Carol Lupu

Die Verhandlungen zur Insolvenz des Garnproduzenten Enka im unterfränkischen Obernburg am Main sind abgeschlossen. Die Gläubiger haben den Sanierungsplan des Unternehmens angenommen. Alle 260 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Wegen Corona Insolvenz angemeldet

In dem betroffenen Werk werden Viskose-Fäden hergestellt. Mit Beginn der Corona-Krise Ende März sei das Geschäft nach Angaben des Unternehmens größtenteils zum Erliegen gekommen. Bei den meisten Kunden, die im Norden Italiens und in anderen europäischen Ländern produzieren, standen die Maschinen still. Enka musste im Mai Insolvenz anmelden.

Unternehmen nutzt Schutzschirmverfahren

Um den Geschäftsbetrieb neu aufzustellen, hat Enka ein Schutzschirmverfahren genutzt, das im Zuge der Corona-Pandemie angeboten wurde. Bei diesem Verfahren musste der Betrieb mit Unterstützung von Beratern einen Sanierungsplan vorlegen. Andere Gesellschaften der ENKA-Gruppe blieben von dem Verfahren unberührt.

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