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Arbeitsmarkt Bayern im Mai: Autobranche schwächelt | BR24

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Auch im Mai zeigt sich der bayerische Arbeitsmarkt "robust", heißt es von den Arbeitsagenturen, die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat ist leicht gesunken. Sorgen macht den Experten allerdings die Entwicklung in der Autoindustrie.

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Arbeitsmarkt Bayern im Mai: Autobranche schwächelt

Auch im Mai zeigt sich der bayerische Arbeitsmarkt "robust", heißt es von den Arbeitsagenturen, die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat ist leicht gesunken. Sorgen macht den Experten allerdings die Entwicklung in der Autoindustrie.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Mai um 2.882 auf 201.226 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank auf 2,7 Prozent. Im April lag sie leicht höher bei 2,8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote konstant geblieben. Die niedrigste Arbeitslosenquote aller bayerischen Agenturbezirke weist im Mai der Landkreis Eichstätt auf mit 1,3 Prozent, Schlusslicht ist die Stadt Schweinfurt mit einer Quote von 6,0 Prozent.

Ralf Holtzwart, der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, bezeichnete den bayerischen Arbeitsmarkt als "robust". Er sprach in Nürnberg allerdings auch von einer zweigeteilten Entwicklung. Einerseits steige die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter an, und die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinke. Dies sei eine gute Entwicklung, so Holtzwart.

Es trifft die Zeitarbeiter

Auf der anderen Seite gebe es einen Anstieg in der Arbeitslosenversicherung, also von Menschen, die direkt von einer Arbeitsstelle in die Arbeitslosigkeit gingen. Dies sei natürlich eine schlechte Entwicklung, sagte Holtzwart. Als Grund nennt er eine "temporäre Schwäche" in der Automobilindustrie.

Betroffen sind davon vor allem die Regionen um Deggendorf, Landshut, Regensburg, Schweinfurt und Straubing. Allerdings wird laut Holtzwart nicht das Stammpersonal der jeweiligen Firmen entlassen, sondern es trifft verstärkt die Zeitarbeiter.

Holtzwart: Keine Sorgen

Daneben gebe es in Bayern aber weiter starke Wachstumsbranchen, wie zum Beispiel im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie oder den Anlagen- und Maschinenbau. Er mache sich daher noch keine großen Sorgen um den bayerischen Arbeitsmarkt, so Holtzwart weiter.

Zahl der Unterbeschäftigung sinkt

Neben der offiziellen Arbeitslosenzahl weist die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit auch die sogenannte Unterbeschäftigung aus. Diese umfasst auch die Zahl der Menschen, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder im Moment krank sind.

Die Zahl der Unterbeschäftigung war in Bayern im Mai um fast 50 Prozent höher als die Zahl der Arbeitslosen und liegt aktuell bei 293.888. Allerdings ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 4.660 zurückgegangen und sinkt damit schneller als die offizielle Arbeitslosenzahl.