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Betrugsvorwürfe: Arbeiter-Samariter-Bund wehrt sich | BR24

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Der Arbeiter-Samariter-Bund Bayern, kurz ASB, ist ins Zwielicht geraten. Die Nürnberger Nachrichten werfen ihm vor, sich durch falsche Abrechnungen Millionen erschlichen zu haben, zu Lasten der Krankenkassen.

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Betrugsvorwürfe: Arbeiter-Samariter-Bund wehrt sich

Hat der Arbeiter-Samariter-Bund Bayern durch die Abrechnung von Ausgaben, die es nicht gegeben haben soll, zu Unrecht mehrere Millionen Euro bekommen? ASB-Landeschef Hans-Ulrich Pfaffmann weist einen entsprechenden Bericht entschieden zurück.

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Der Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Bayern, Hans-Ulrich Pfaffmann, verwahrt sich gegen Vorwürfe, die Hilfsorganisation habe durch geschickte Buchungstricks im Rettungsdienst hohe Beträge zu Unrecht kassiert. Die Anschuldigungen seien "völlig aus der Luft gegriffen“, betonte er auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

Millioneneinnahmen durch Tricksereien?

Laut einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" hatte der ASB Bayern mit Sitz in Erlangen mindestens seit 2009 jedes Jahr intern einen Überschuss von mehreren Hunderttausend Euro. Das gehe aus Unterlagen hervor, die der Zeitung vorlägen. Bei den Krankenkassen als den Kostenträgern hätten die Verantwortlichen aber nur einen Bruchteil davon angegeben.

Damit das nicht auffliege, habe ein kleiner Kreis von ASB-Spitzenleuten Insidern zufolge die Abrechnungen einzelner ASB-Rettungswachen im Freistaat manipuliert. Nach einem ausgeklügelten System seien Kosten "eingepflegt" worden, die es gar nicht gegeben habe - beispielsweise für sonstige Personalkosten, Schutzkleidung und Kfz-Treibstoff. So seien unrechtmäßig Abrechnungen über rund fünf Millionen Euro bei den Krankenkassen eingereicht und von diesen erstattet worden. Dieses Geld sei nachweislich an zumindest einen der Hauptverantwortlichen geflossen, so die Zeitung.

ASB-Landeschef: "Vage Vermutungen"

Pfaffmann wies die Vorwürfe zurück. Die Anschuldigungen in dem Zeitungsbericht seien "vage Vermutungen", es werde "nichts Konkretes vorgelegt". Allerdings könne er nicht ausschließen, "dass in einem Jahr mal etwas vom Budget übrig war, und dass man dies vereinbarungsgemäß behalten darf". Mit Trickserei und einem Skandal habe dies nichts zu tun.

Interne Kontrollkommission

Eine interne Kontrollkommission des ASB Bayern wird den Vorwürfen in den nächsten Tagen nachgehen und die Abrechnungen überprüfen. Pfaffmann zeigte sich überzeugt, dass der ASB Bayern seine Unschuld mit sauberen Abrechnungen belegen könne.

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BAYERN 1 am Vormittag

Von
  • Ulrike Nikola
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