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Arak und Augsburg rücken zusammen | BR24

© BR/Thomas Pösl

Axel Sir und Mohammad Jafari (von links)

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    Arak und Augsburg rücken zusammen

    Schwaben und der Iran sollen enger zusammenwachsen. Denn nach dem Ende der Sanktionen ist eine wirtschaftliche Zusammenarbeit wieder möglich. Daher hat die IHK Schwaben Vertreter aus dem Iran nach Augsburg eingeladen.

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    Eine 17-köpfige Delegation aus Arak im Iran will viel erfahren über die Technik des Klärwerks in Augsburg. Denn vielleicht werden die Besucher auch bald - mit schwäbischer Hilfe - so ein Klärwerk bauen. Darauf hofft Axel Sir von der Industrie- und Handelskammer Schwaben, die den Ortstermin organisiert hat.

    "Es gibt natürlich eine Auslandshandelskammer in Teheran. Die steht offen für alle deutschen Unternehmen. Aber wir wollen parallel dazu eine Art Brücke bauen zwischen zwei Institutionen. Und da erscheint uns Arak und die dortige Handelskammer sehr passend für Augsburg und Schwaben." Axel Sir, Industrie und Handelskammer Schwaben

    Viele Umweltprobleme

    Arak im Iran, drei Autostunden von Teheran entfernt, hat 500.000 Einwohner. Es ist ein Industriezentrum mit vielen Umweltproblemen. Die IHK Schwaben glaubt aber nicht nur im Umweltbereich an eine mögliche gute Zusammenarbeit.

    "Sehr viel Potential sehen wir im Kfz-Zulieferer-Bereich, Medizintechnik, bei Verbraucherprodukten, Kosmetik und im Lebensmittelbereich." Axel Sir, Industrie und Handelskammer Schwaben

    Werbung für das Land

    Zehn Jahre lang kam der Westen nicht an Aufträge aus dem Iran - wegen der Wirtschaftssanktionen aufgrund des iranischen Atomprogramms. Jetzt darf wieder gehandelt werden.

    Einfach ist das laut Axel Sir von der IHK aber nicht, weil die Politik und die Banken noch immer den Zahlungsverkehr ausbremsen. Mohammad Jafari, der Leiter der iranischen Delegation, hofft, dass sich das ändern wird.

    Beim Besuch in Augsburg wirbt er für sein Land. So sagt er, dass der Iran ein sicheres Land in einer unruhigen Gegend sei.