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Arabische Moschee in Bamberg bekommt neuen Standort | BR24

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Nach der Kritik von Anwohnern wird in Bamberg eine Moschee nicht im Norden der Stadt gebaut. Das hat Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke erklärt.

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Arabische Moschee in Bamberg bekommt neuen Standort

Nach Kritik von Anwohnern kann eine Moschee im Bamberger Norden in den Süden der Stadt umziehen. Das hat Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke bei einer Bürgerversammlung bekannt gegeben.

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Im Bamberger Norden gibt es vier Moscheen. Anwohner beschweren sich wiederholt über zugeparkte Parkplätze an islamischen Festtagen, wenn viele Gläubige zum Beten kommen. Nach Kritik von Bürgern kann eine Moschee umziehen. Das versprach Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) auf einer Bürgerversammlung am Mittwochabend (12.02.20).

Neuer Moschee-Standort ohne Nachbarschaft

Die Moschee des Deutsch-Arabischen Kulturvereins soll nach den Plänen in das ehemalige Bundessortenamt im Süden Bambergs einen neuen Standort bekommen. Die Immobilie stehe seit fünf Jahren leer, hieß es. Vor etwa einem Jahr habe die Stadt das Gebäude erwerben können. Nun soll es für die neue Nutzung hergerichtet werden. Spätestens Ende August dieses Jahres soll der arabische Kulturverein dann als Mieter dort einziehen können. Bambergers Oberbürgermeister freute sich, dass nun ein "konfliktfreier Standort" gefunden worden sei. Es gibt in der näheren Umgebung der Immobilie keine Nachbarschaft.

Wegen der vielen Flüchtlinge Gebetsräume zu klein

Vorausgegangen war eine längere Immobiliensuche des Deutsch-Arabischen Kulturvereins. Mit der zunehmenden Zahl anerkannter Flüchtlinge vor allem aus Syrien wurden die ursprünglichen Gebetsräume zu klein. 2018 wollte der islamische Kulturverein zunächst für fünf Jahre in ehemalige Büroräume im Bamberger Haingebiet ziehen. Nach öffentlichem Widerstand in dem auch als "Villen-Viertel" bekannten Stadtteil, genehmigte die Stadt im Sommer vergangenen Jahres einen Umzug in den Bamberger Norden. Ausgerechnet dorthin, wo es schräg gegenüber bereits seit vielen Jahren eine türkische Ditib Moschee gibt.

Anwohner beklagen "Ghettoisierung"

Laut Anwohnern kommen an wichtigen islamischen Festen schon jetzt mehrere hundert Menschen in die Moschee. Mit der neuen Moschee befürchten sie zusätzlich mehrere hundert Gottesdienstbesucher. In einer Bürgerversammlung im November vergangenen Jahres wehrten sich die Bürger gegen zugeparkte Privatstellplätze und beklagten eine "Ghettoisierung". Denn im Bamberger Norden gibt es insgesamt vier Moscheen.

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Die Moschee des Deutsch-Arabischen Kulturvereins in Bamberg bekommt einen neuen Standort im Süden der Stadt (Symbolbild).