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Bildrechte: BR / Meike Föckersperger

In den kommenden Tagen soll es besonders kalt werden. Deshalb bittet Ben Peter, Streetworker bei der Caritas Regensburg, die Bürgerinnen und Bürger die Polizei zu rufen, falls sie draußen einen schlafenden Obdachlosen sehen, der zu erfrieren droht.

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Appell von Streetworker: Obdachlose vor dem Erfrieren retten

In den kommenden Tagen soll es besonders kalt werden. Ben Peter, Streetworker bei der Caritas Regensburg, bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger, die Polizei zu rufen, falls sie draußen einen schlafenden Obdachlosen sehen, der zu erfrieren droht.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

In den kommenden Tagen werden Temperaturen bis Minus 15 Grad erwartet. Nicht jeder Obdachlose wolle in eine Obdachlosenunterkunft, sagt Ben Peter, Streetworker bei der Caritas in Regensburg. Viele seien Einzelgänger oder der Meinung, sie würden es draußen aushalten. Einen "Kältebus" gibt es in Regensburg nicht. Deshalb bittet Peter die Bürgerinnen und Bürger, die Polizei zu rufen, falls sie draußen einen schlafenden Obdachlosen sehen, der zu erfrieren droht. In so einem Fall müsse man auf sein Bauchgefühl hören und den Obdachlosen gegebenenfalls ansprechen, so Peter.

Regelmäßiger Kontakt zu Obdachlosen

Er ist tagsüber in Regensburg unterwegs, um die rund 100 Obdachlosen, die in Regensburg leben, über die Wetterlage der kommenden Tage aufzuklären. Bei seinen Gesprächen in den letzten Tagen erlebe Peter viel Einsicht bei den Obdachlosen, die Obdachlosenunterkunft der Stadt zu besuchen. Deshalb rechnet er damit, dass wohl kein Obdachloser in den nächsten Tagen draußen schlafen werde, sondern in der Unterkunft.

Trotz Corona ausreichend Schlafplätze

Dort gäbe es ausreichend Plätze, obwohl die Zimmer wegen der Corona-Pandemie nicht voll belegt werden, damit nicht die Gefahr einer Ansteckung besteht. In der Obdachlosenunterkunft, UfO genannt, gibt es für die Obdachlosen ein Frühstück und manchmal auch ein warmes Abendessen.

Decken und warme Kleidung für die Obdachlosen

Die Unterkunft werde gut angenommen, so Peter. "Jetzt mit der Kälte versuchen wir verstärkt zu motivieren, das Angebot der Stadt anzunehmen", sagt Peter, der seit elf Jahren als Streetworker für Erwachsene in Regensburg arbeitet und so die Obdachlosen hier bereits seit Jahren kennt. Wenn doch jemand draußen schlafen wolle, stellt Peter den Obdachlosen Decken, Schlafsäcke, Jacken oder Winterunterwäsche zur Verfügung. Die, die trotz der niedrigen Temperaturen nicht in die Unterkunft gehen wollen, suchen sich meistens Vorhallen von Banken oder ähnliche Plätze in öffentlich zugänglichen Räumen aus.

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