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Apotheker trommeln für Versandhandels-Verbot | BR24

© dpa/picture-alliance

Apotheke (Symbolbild)

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    Apotheker trommeln für Versandhandels-Verbot

    In Würzburg beginnt heute der Bayerische Apothekertag. Diskutiert werden wird dabei die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, Versandapotheken mit Sitz im Ausland auch bei verschreibungspflichtigen Arzneien Rabatte zu gewähren.

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    Ein Bonus von bis zu 30 Euro je Rezept – damit werben große Versandapotheken, die ihren Sitz in den Niederlanden haben. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes ist das erlaubt, die deutschen Gesetze verbieten hiesigen Apothekern jedoch solche Rabatte.

    Nach Ansicht von Peter Aurnhammer, der in Ismaning eine Apotheke betreibt, umwerben ausländische Versandapotheken vor allem Patienten, die dauerhaft das gleiche Medikament nehmen und wenig Beratung brauchen - und überlassen Patienten, die viele Fragen haben, den deutschen Apotheken.

    Doch die bräuchten eine gemischte Kundschaft, meint er.

    "Diese Mischkalkulation, die bringt eine deutsche Apotheke zum wirtschaftlichen Funktionieren, und wenn ich jetzt sage: Ihr deutschen Apotheken, ihr macht bitte die ganzen unattraktiven Sachen und die ganze Arbeit, und das, was wirtschaftlich lukrativ ist, das machen wir aus dem Ausland über Versender, das funktioniert einfach nicht." Peter Aurnhammer, Apotheker

    Die Apothekerverbände fordern deshalb ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneien, auch die Delegierten des Bayerischen Apothekertages werden darüber diskutieren. Union und SPD konnten sich bislang aber noch nicht auf neue Regeln einigen.