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AOK-Warnstreiks auch in Ostbayern | BR24

© Verdi Niederbayern

Verdi-Streik vor der AOK in Passau

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    AOK-Warnstreiks auch in Ostbayern

    Die Gewerkschaft Verdi hat in Niederbayern und der Oberpfalz Beschäftigte der Krankenkasse AOK zu Warnstreiks aufgerufen. In Passau waren 120 Beschäftigte aus den Direktionen Landshut, Rottal-Inn, Bayerwald, Straubing, Deggendorf und Passau dabei.

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    Im aktuellen Tarifstreit bei der Krankenkasse AOK hat die Gewerkschaft Verdi heute die Beschäftigten in Bayern zu Warnstreiks aufgerufen. Auch in Regensburg, Amberg und Passau gab es Streikkundgebungen.

    An der Kundgebung in Passau am Vormittag waren 120 AOK-Mitarbeiter beteiligt. Sie kamen aus Landshut, Straubing, Deggendorf, Passau, dem Kreis Rottal-Inn und dem Bayerwald. Mitarbeiter der Direktion und des Dienstleistungszentrums Kelheim sollten zur Kundgebung nach Regensburg fahren.

    Verdi: "Wir kommen wieder!"

    Christoph Kittel von Verdi leitete den heutigen Streik und zeigte sich abschließend mit der Teilnahme zufrieden: "Die Kolleginnen und Kollegen haben heute gezeigt, dass die Arbeitgeberseite eine rote Linie überschritten hat. Die Strategie des Ausreizens der Schmerzgrenze ihrer Beschäftigten ist gescheitert. Seit Mitte der Neunziger gab es keine derartige Bewegung in der AOK - für Niederbayern ist dies ein Novum." Verdi kündigte an, wenn die Verhandlungen Ende Februar keine deutliche Bewegung brächten, werde mit mehr Personal weiter gestreikt.

    Verdi-Forderung nach höheren Gehältern

    Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für Beschäftigte und Auszubildende, die unter den Tarifvertrag mit der AOK fallen, unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um 6,8 Prozent. Außerdem sollen Vergütungen für unterschiedliche Ausbildungsgänge auf ein einheitliches Niveau angehoben werden. In einer ersten Verhandlungsrunde Mitte Januar hatte die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt.

    2018 hatte die AOK Bayern laut ihrem Geschäftsbericht knapp 3,6 Millionen Mitglieder und rund 4,5 Millionen Versicherte.

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