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Antisemitismus-Projekt: Spaenle beeindruckt von Hofer Schülern | BR24

© picture alliance/Sven Hoppe

Ludwig Spaenle (CSU), Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung.

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Antisemitismus-Projekt: Spaenle beeindruckt von Hofer Schülern

Tief beeindruckt hat sich der Antisemitismus-Beauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle, in Hof gezeigt. Er zeichnete dort Schüler aus, die sich mit Antisemitismus und der Geschichte der Hofer Juden beschäftigt haben.

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Der Antisemitismus-Beauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), hat sich bei einem Wettbewerb zum Thema Antisemitismus in Hof tief beeindruckt gezeigt. Hofer Schüler hatten dort ihre Ergebnisse zum Schicksal Hofer Juden und dem Antisemitismus präsentiert.

Ein Syrer klärt Flüchtlinge auf

Spaenle zeichnete in Hof die vielfältigen Projekte eines gemeinsamen Schülerwettbewerbs von Hermann-und-Bertl-Müller-Stiftung und Volkshochschule Hofer Land aus. Bayernweit einzigartig sei zum Beispiel die Idee eines jungen syrischen Flüchtlings, der für die Volkshochschule ein Unterrichtsmodul entwickelt hat, um andere Flüchtlinge über Antisemitismus und die Geschichte der Juden in Deutschland zu informieren.

Hörspiele, Apps und Stadtrundgänge

Andere Hofer Schülergruppen hatten Hörspiele erarbeitet, eine mehrsprachige App und Internet-Seite für einen Stadtrundgang auf den Spuren jüdischer Mitbürger entwickelt oder zusammen mit Jugendlichen der jüdischen Gemeinde Hof Fünftklässer über jüdische Symbole wie Davidstern oder Kippa informiert.

Historiker arbeitet die Geschichte der Hofer Juden auf

Ausgangspunkt des Hofer Schülerwettbewerbs war eine Studie, mit der die Hermann-und-Bertl-Müller-Stiftung vor kurzem erstmals das Schicksal der jüdischen Mitbürger von Hof während der Zeit des Nationalsozialismus durch einen Historiker aufarbeiten ließ.

Zentralrats-Vorsitzender Josef Schuster lobt das Projekt

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, übermittelte den Schülern ein Grußwort, indem er sagte, dass der Judenhass wieder tagtäglich zu erleben sei.

„Der Antisemitismus ist nicht tot. Aber die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, wie ernst sie das Thema nehmen und wie entschlossen sie sind, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Judenfeindlichkeit einzutreten.“ Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden.