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Antisemitische Attacke in München: Eine Verdächtige stellt sich | BR24

© dpa-Bildfunk

Ein Mann trägt in der Synagoge eine Kippa. (Symbolbild)

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Antisemitische Attacke in München: Eine Verdächtige stellt sich

Im Fall des antisemitischen Übergriffs auf eine Rabbiner-Familie in München hat sich eine Tatverdächtige gestellt. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um eine 40-Jährige aus dem Münchner Umland. Nach dem zweiten Täter wird weiter gesucht.

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Nach der Attacke auf einen Münchner Rabbiner und seine beiden Söhne hat sich am Dienstag eine Tatverdächtige gestellt. Laut Polizei handelt es sich um eine 40-jährige Deutsche mit marokkanischem Migrationshintergrund. Sie wohnt im Münchner Umland und soll die Familie aus dem Auto heraus beleidigt und einen 19-jährigen Sohn des Rabbiners angespuckt haben.

Tatverdächtige räumt Beleidigungen ein

Die Frau sei durch Medienberichte auf die Ermittlungen aufmerksam geworden, teilt das Polizeipräsidium München mit. Die 40-Jährige habe zugegeben, die gesuchte Pkw-Fahrerin zu sein. Außerdem habe sie grundsätzlich eingeräumt, den Sohn beleidigt zu haben, jedoch sei auch sie beleidigt worden. Sie widerspreche jedoch dem Vorwurf, den Sohn bespuckt zu haben, so die Polizei. Antisemitisch will sich die Deutsche mit marokkanischen Wurzeln aber nicht geäußert haben, zudem habe die Gegenseite mit den Beleidigungen angefangen.

Laut Andreas Frank, dem Antisemitismusbeauftragten der Generalstaatsanwaltschaft München, ist die 40-jährige Frau der Polizei mit ihrer Meldung zuvorgekommen, weil sie bereits im Visier der Ermittler war.

Suche nach zweitem Tatverdächtigen und Zeugen

Am vergangenen Samstag waren einen Rabbiner und seine beiden Söhne in der Hohenzollernstraße im Stadtteil Schwabing von zwei Personen beleidigt und bespuckt worden. Die Familie war durch das Tragen einer Kippa als Angehörige des jüdischen Glaubens zu erkennen. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Volksverhetzung.

Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls. Der gesucht Mann soll etwa 45 Jahre alt sein und sprach Hochdeutsch.