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Antikörperstudie im Landkreis Tirschenreuth gestartet | BR24

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In Tirschenreuth hat die Antikörperstudie begonnen. Ausgesuchte Probanden lassen sich dabei freiwillig Blut abnehmen. Das soll Aufschluss geben über die Durchseuchung und die Dunkelziffer der Covid-Infektionen im Landkreis.

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Antikörperstudie im Landkreis Tirschenreuth gestartet

In Tirschenreuth hat am Montag eine Antikörperstudie begonnen. Ausgesuchte Probanden lassen sich dabei freiwillig Blut abnehmen. Das soll Aufschluss geben über die so genannte Durchseuchung und die Dunkelziffer von Covid-Infektionen im Landkreis.

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In Tirschenreuth hat am Montagnachmittag eine Antikörperstudie begonnen. Fünf Prozent der Bevölkerung sind dazu aufgerufen, Blutproben abzugeben. Sie sind Teil einer groß angelegten Covid-19-Antikörperstudie.

Test soll Erkenntnisse über "Durchseuchung" liefern

Ausgesuchte Probanden lassen sich dabei freiwillig Blut abnehmen. Dieses soll Aufschluss geben über die so genannte Durchseuchung und die Dunkelziffer der Covid-Infektionen im Landkreis. Parallel zum Testzentrum in Tirschenreuth wird heute auch in Waldeck und in Wiesau je 120 Probanden Blut abgenommen. Bis zum Abend sollen 360 Personen teilgenommen haben. Insgesamt müssen pro Person knapp sechs Milliliter Blut (dies entspricht einer Menge von drei Teelöffeln) abgegeben werden, der Durchlauf mit Aufklärungsgespräch und Blutabnahme dauert nur wenige Minuten. Landrat Roland Grillmeier erhofft sich u.a. auch Ergebnisse darüber, wie die Durchseuchung in den unterschiedlichen Kommunen ist.

Seit Wochen keine Neuinfektionen mehr

Seit Wochen gibt es im Landkreis nahezu keine Neuinfektionen mehr. Die Bürger seien aber wachsamer als in anderen Regionen, die nicht so stark betroffen gewesen seien, so Grillmeier. Neben der Antikörperstudie soll eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts Aufschluss darüber bringen, warum es den Landkreis so stark getroffen hat. Dazu seien bald Ergebnisse zu erwarten. Zu Beginn um 16 Uhr warteten bereits knapp 30 Probanden um teilzunehmen. Bis 21 Uhr sollen es 120 Personen werden, die sich Blut abnehmen lassen. Sie bekommen auch ein persönliches Ergebnis zugeschickt.

In einigen Monaten neuer Durchlauf

In vier bis sechs Monaten kündigt Studienleiter Ralf Wanger von der Uni-Klinik in Regensburg einen weiteren Durchlauf von Blutabnahmen an. Bis dahin wird es kälter werden, man halte sich dann wieder mehr in geschlossen Räumen auf und es gebe bis dahin weitere politische Maßnahmen. Die Wissenschaftler wollen beobachten, wie sich das auf die Infektionen auswirke.

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