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Antifa-Demo gegen Tattoostudio-Betreiber in Würzburg | BR24

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Eine Protestaktion der Antifa gegen die Eröffnung eines Tattoo-Studios in der Würzburger Innenstadt ist am Samstag laut Polizei friedlich und weitestgehend störungsfrei verlaufen. Bis zu 120 linke Aktivisten haben lautstark ihre Meinung geäußert.

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Antifa-Demo gegen Tattoostudio-Betreiber in Würzburg

Eine Protestaktion der Antifa gegen die Eröffnung eines Tattoo-Studios in der Würzburger Innenstadt ist am Samstag laut Polizei friedlich und weitestgehend störungsfrei verlaufen. Bis zu 120 linke Aktivisten haben lautstark ihre Meinung geäußert.

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Von
  • Wolfram Hanke

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt war mit einigen Beamten und Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die Aktion richtete sich gegen die Eröffnung eines Tattoo-Studios in der Eichhornstraße, da in diesem nach Einschätzung der Antifa Würzburg eine Person mit rechtsmotiviertem Hintergrund beschäftigt ist, so die Polizei.

Antifa befürchtet "Neonazitreff mitten in Würzburg"

Der Mann ist laut einer Pressemitteilung der Würzburger Antifa mehrfach vorbestraft und war vor vier Jahren an einem rechtsextremen Angriff auf das alternative Szeneviertel Connewitz in Leipzig beteiligt. Laut Antifa wurden bei dem Angriff Geschäfte zum Teil schwer beschädigt und geplündert. Insgesamt sei ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstanden, so die Pressemitteilung. Die Antifa befürchtet, dass ein "Neonazitreff mitten im Herzen der Würzburger Fußgängerzone" entsteht und hat deshalb zu der Protestaktion aufgerufen.

120 schwarz gekleidete Demonstranten

Mit Beginn der Aktion in Würzburg fanden sich am Samstag gegen 14.00 Uhr rund 120 meist schwarz gekleidete Personen im näheren Umfeld des Geschäftes in der Eichhornstraße ein. In der Folge wurde durch einen Teilnehmer gegenüber der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt eine Versammlung angemeldet. Dem Versammlungsleiter wurde für die Aktion eine Versammlungsfläche in der Eichhornstraße zugewiesen. Außerdem wurden durch die Polizei die üblichen versammlungsrechtlichen Beschränkungen einschließlich der entsprechenden Hygienebestimmungen erlassen.

Demo friedlich und störungsfrei

Die gesamte Versammlung, die bis 15.30 Uhr dauerte, verlief laut Polizei störungsfrei und friedlich. Nur während eines Redebeitrags kam es zu einer Äußerung, durch die sich ein Mitarbeiter des Tattoo-Studios beleidigt fühlte, woraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

© Daniel Peter

Antifa-Demo gegen Tattoostudio-Betreiber in Würzburg

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