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Das RoMed Klinikum in Rosenheim nimmt vorerst keine neuen Patienten auf der Neugeborenen-Intensivstation auf. Denn: Auf der Haut von mehreren Frühchen wurden zwei verschiedene Antibiotika-resistente Keime festgestellt.

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Antibiotika-resistente Keime auf Neugeborenen-Intensivstation

Nach dem Keimbefall auf der Neugeborenen-Intensivstation des RoMed Klinikums Rosenheim ist die Situation der Frühchen dort übers Wochenende stabil geblieben. Weiter gilt aber ein Aufnahme-Stopp.

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Von
  • Julia Binder

Zwei verschiedene Antibiotika-resistente Keime hat das RoMed Klinikum in Rosenheim bei einer Routinekontrolle entdeckt - und zwar auf der Haut gleich mehrerer Frühchen. Die Kinder liegen auf der Neugeborenen-Intensivstation. Weiterhin zeigt keines der Babys Hinweise auf eine Infektion, teilte eine Sprecherin des Krankenhauses auf BR-Anfrage mit.

Ursache der Keimbesiedlung noch unbekannt

Derzeit befinden sich neun Früh-und Neugeborene auf der Station. Sie werden medizinisch betreut und engmaschig kontinuierlich überwacht. Die Eltern der Frühchen waren bereits vergangene Woche ausführlich informiert und geschult worden. Sie haben, so die Sprecherin, „alle sehr verständnisvoll und kooperativ reagiert.“

Weitere Untersuchungen und Ursachenforschung

Dennoch, teilte eine Sprecherin der Klinik mit, seien unverzüglich Maßnahmen ergriffen worden, um der Ursache dieser Keimbesiedlung auf den Grund zu gehen und um die kleinen Patienten zu schützen. Dazu fand eine enge Abstimmung mit der Hygieneabteilung und dem Gesundheitsamt statt.

Aufklärung und Schutz der kleinen Patienten

Folgen des Keimfundes sind laut Sprecherin nun ein vorläufiger Aufnahmestopp auf der Neugeborenen-Intensivstation, umfassende Untersuchungen der Umgebung, die räumliche Trennung der Babys sowie die ausführliche Aufklärung der Patienten-Eltern und eine intensivierte Schulung des medizinischen und pflegerischen Personals. Im Klinikum würden jetzt also alle Anstrengungen unternommen, um eine Gefährdung der Patienten zu verhindern. Wie lange der Aufnahmestopp gilt, ist noch unklar.

Station für Frühchen

In allen Perinatalzentren Deutschlands werden laut Klinikum Rosenheim immer wieder solche Keimhäufungen beobachtet. Meist treten dabei keine Krankheitssymptome auf. In solchen Fällen spreche man von einer Kolonisation, nicht von einer manifesten Erkrankung. Im Perinatalzentrum Südostbayern am Standort Rosenheim werden Neu- und Frühgeborenen ab dem Beginn der Lebensfähigkeit behandelt, also ab etwa der 22. bis 24. Schwangerschaftswoche.

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