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Anti-Terror Übung am Nürnberger Hauptbahnhof beendet | BR24

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Rund 1.500 Einsatzkräfte haben am Abend und in der Nacht im Nürnberger Hauptbahnhof an einer Anti-Terror Übung teilgenommen. Teile des Hauptbahnhofs waren komplett gesperrt.

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Anti-Terror Übung am Nürnberger Hauptbahnhof beendet

Seit 5:00 Uhr ist die groß angelegte Anti-Terror Übung am Nürnberger Hauptbahnhof nach Angaben der Polizei wie geplant beendet. Rund 1.500 Einsatzkräfte haben von Dienstagabend bis in die frühen Morgenstunden den Ernstfall geprobt.

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Mit einer Großübung hat die Polizei am Nürnberger Hauptbahnhof die Abwehr eines Terrorangriffes geübt. Teile des Hauptbahnhofs waren wegen der groß angelegten Anti-Terror-Übung komplett bis morgens gesperrt, sind aber nun wieder zugänglich. Polizeibeamte der Bundes- und Landespolizei, sowie weitere Rettungsorganisationen waren beteiligt – auch die Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei nahm an der Übung teil.

Proben unter realistischen Bedingungen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) machte sich vor Ort ein Bild. Mit vier großen Übungen wurde unter realen Bedingungen geprobt, so Franz-Xaver Vogl von der Bundespolizei.

"Wir versuchen, unsere Beamten zu schulen, die materielle Ausstattung vorzubereiten und die Täter effektiv zu bekämpfen." Franz-Xaver Vogl, Bundespolizei

Trainiert wurde eine Einsatzlage, bei der mehrere Angreifer mit Schusswaffen in den Bahnhof eindrangen und Passanten mit Schüssen verletzten. Attentäter, die von Polizisten gespielt wurden, gaben Schüsse ab, Menschen schrien, lagen verletzt am Boden. Diese und ähnliche Szenen wurden geprobt, als Statisten kamen junge Polizeibeamte zum Einsatz.

Folge der Bedrohungslage

Die Einsatzkräfte müssen gut vorbereitet sein, unterstrich Minister Herrmann: "Die Übung wurde monatelang vorbereitet, wir wollen unsere Sicherheitsorgane in die Lage versetzen, bestmöglich für unsere Sicherheit unterwegs zu sein." Die Übung sei eine Folge der Bedrohungslage in Deutschland, so Herrmann. "Die Bedrohung ist nicht geringer geworden, umso wichtiger ist es, dass der Rechtsstaat konsequent handelt", fügte er hinzu.

Nicht in die Karten schauen lassen

Der Hauptbahnhof war seit dem Abend größtenteils gesperrt gewesen, große Schutzzäune waren aufgebaut, um Blicke von außen zu vermeiden. "Wir wollen uns nicht bei allen Übungen in die Karten schauen lassen", so ein Polizeitrainer am Rande der Übung.

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Rund 1.500 Einsatzkräfte haben im Nürnberger Hauptbahnhof an einer großangelegten Anti-Terror Übung teilgenommen. Teile des Hauptbahnhofs waren komplett gesperrt.