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Erwarteter Ansturm auf die Rhön blieb aus | BR24

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Während des Lockdowns zieht es viele Menschen ins Freie. Am Dreikönigstag ist es in der verschneiten Rhön ziemlich voll geworden. Trotz geschlossener Skilifte und Hütten waren dort viele Spaziergänger und Langläufer unterwegs.

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Erwarteter Ansturm auf die Rhön blieb aus

Der für den Dreikönigstag befürchtete Ansturm an Tagestouristen in der bayerischen Rhön ist weitgehend ausgeblieben. Zwar sind viele Besucher zum Kreuzberg und zum Arnsberg gekommen, ein Chaos und Staus gab es bis zum Nachmittag aber nicht.

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Von
  • Alisa Wienand
  • Norbert Steiche
  • Markus Klingele

Die Polizei hatte für den Dreikönigstag mit einem regelrechten Ansturm auf die verschneite Rhön gerechnet und im Vorfeld dazu aufgerufen, sich an Verkehrs- und Corona-Regeln zu halten. Mit mehreren Fahrzeugen kontrollierte die Polizei Parkplätze und Zufahrtsstraßen. Der befürchtete Ansturm blieb bis zum Nachmittag allerdings aus. Eine genaue Auswertung der Lage gibt es erst am Donnerstag.

Rhön gut besucht, aber nicht überfüllt

An den Schlittenhängen am Kreuzberg und am Arnsberg waren am Dreikönigstag zwar viele Familien mit Kindern unterwegs. Der Abstand zu anderen wurde dabei aber weitgehend eingehalten. Die Loipen sind gespurt, auch dort waren einige Langläufer unterwegs. Dazu kommen in dieser Saison vermehrt Skitourengänger, die auf den nicht präparierten Pisten von Kreuz- und Arnberg sowie am Feuerberg unterwegs sind.

Polizei war an Dreikönige sehr präsent

Die unterfränkische Polizei war am Dreikönigstag sehr präsent und hatte bereits im Vorfeld dazu aufgerufen, sich in der bayerischen Rhön sowohl an die Verkehrs- als auch an die Corona-Regeln zu halten - zumal sich Menschen aus Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, nach einem Beschluss von Bund und Ländern am Dienstag, nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürfen.

Auch für das kommende Wochenende hat die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt. Seit dem Neujahrswochenende ist nach Angaben der Beamten ein hoher Besucherverkehr an den Ausflugsorten der bayerischen Rhön zu verzeichnen. Einige Verkehrsteilnehmer hätten in den vergangenen Tagen zum Teil nicht unerhebliche Störungen verursacht, indem sie etwa auf naturgeschützten Flächen geparkt hatten. So hatte die Polizei nochmals darum gebeten, die Park- und Durchfahrtsverbote, besonders auf den Rettungswegen und im Naturschutzgebiet, zu beachten. Gegebenenfalls sollten Besucher auf andere Erholungsgebiete auszuweichen.

Wildpinkler werden zum Problem

Gastronomen und Skiliftbetreiber freuen sich am Dreikönigstag im Gespräch mit dem BR zwar über den schönen Winter, haben aber auch ein großes weinendendes Auge: Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren könnten die Lifte über die gesamten Weihnachtsferien laufen. Eigentlich. Denn wegen der Corona-Pandemie müssen sie geschlossen bleiben. Problematisch ist das auch deshalb, weil dadurch fast alle Toiletten geschlossen sind. So entsteht ein großes Problem durch Wildpinkler, die teilweise in Gärten von Anwohnern pinkeln. Die Wirte und Liftbetreiber hoffen derzeit vor allem eines: Dass sich die Gäste auch nach dem Lockdown daran erinnern werden, wie schön es hier ist und zahlreich wiederkommen.

© Markus Klingele/BR Mainfranken

Die Rhön war an Dreikönige gut besucht, der erwartete Ansturm blieb jedoch aus.

Hochrhönstraße ab Dreikönige gesperrt

Die Hochrhönstraße ist ab Dreikönige auf einer Länge von rund 20 Kilometern zwischen dem Holzberghof bei Bischofsheim im Landkreis Rhön-Grabfeld und dem Dreiländer-Eck für den Verkehr gesperrt. Der Grund dafür ist laut der Straßenmeisterei Rödelmaier unter anderem der Andrang vieler Tagesausflügler in den letzten Tagen. Ein Sprecher sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass gewährleistet werden müsse, dass der Schneepflug weiterhin durchkomme. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass die Hochröhnstraße im Winter wegen Schneeverwehungen gesperrt wird.

Das Landratsamt Rhön-Grabfeld weist nochmals darauf hin, dass das Wandern, Schneeschuh- und Tourenskigehen im Naturschutzgebiet Lange Rhön außerhalb der markierten Wege ausdrücklich verboten ist.

© Markus Klingele/BR Mainfranken

Die Hochrhönstraße ist ab Dreikönige gesperrt.

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