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Anstieg trotz Schutz im Grundgesetz | BR24

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Anstieg trotz Schutz im Grundgesetz

Frische Semmeln, Bankgeschäfte, Kleiderkäufe - all das ist inzwischen sonntags kein Problem. Laut Bayerischer Allianz für den arbeitsfreien Sonntag hat sich die Sonntagsarbeit in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

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Heute, am "Internationalen Tag des freien Sonntags", hat der Zusammenschluss von Gewerkschaften und Kirchen die illegale Zunahme der Sonntagsarbeit scharf kritisiert. Trotz grundgesetzlichem Sonntagsschutz würde in Bayern ein Anstieg der sogenannten verkaufsoffenen Sonntage auf mehr als 2.000 im Jahr verzeichnet, sagt Hubert Thiermeyer von der Gewerkschaft Verdi.

"Wir sehen, dass Sonntagsarbeit in allen Branchen zunimmt, da hat sich die Zahl in den letzten zehn Jahren in Bayern fast verdoppelt." Philip Büttner vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche in Bayern

Ein Negativbeispiel sei auch die Stadt München, die am jährlichen Stadtgründungsfest im Juni künftig auch am Sonntag alle Geschäfte in der Innenstadt öffnen möchte. Dagegen will die Bayerische Sonntagsallianz nun juristisch vorgehen. 

Bundesverwaltungsgericht stoppte bereits "Marktsonntag" in Eching 

Dabei stützt sich die Allianz auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom vergangenen November. Das Gericht hatte im Fall des "Marktsonntags" in Eching (bei München) den Schutz des Sonntags verletzt gesehen, weil an diesem Tag auch Möbelhäuser und Baumärkte im etwa drei Kilometer entfernten Gewerbegebiet geöffnet hatten.

Der arbeitsfreie Sonntag feiert heute übrigens Jubiläum: am 3. März 321 n. Chr., also vor 1695 Jahren, wurde unter Kaiser Konstantin zum ersten Mal ein Gesetz erlassen, das den Sonntag zum Staatsfeiertag erklärt.