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Bandenkrieg: Rache im Rocker-Milieu? | BR24

© Balk / dpa

Der Ort des Geschehens im Münchner Norden wurde weiträumig abgeriegelt. Mit mehr als hundert Polizisten wurde nach den Verdächtigen gefahndet.

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Bandenkrieg: Rache im Rocker-Milieu?

Ein Kleintransporter ist in München-Freimann in eine Menschengruppe gerast. Danach prügelten die Insassen des Wagens auf die Opfer ein. Innenminister Herrmann spricht von "polizeibekannten Rockergruppen". Drei Tatverdächtige wurden festgenommen.

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Nach dem Angriff mit einem Kleintransporter und einer Stichwaffe auf eine Personengruppe im Münchner Stadtteil Freimann hat die Polizei am Abend drei Tatverdächtige festgenommen. Es werde nun "die Art der Tatbeteiligung" geprüft, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei. "Offensichtlich haben wir es mit einer äußerst brutalen Auseinandersetzung polizeibekannter Rockergruppen zu tun", sagte Bayerns Innenminister Herrmann. Nach ersten vorläufigen Ermittlungen soll es, laut Polizei, eine Vorbeziehung zwischen den Tätern und den Verletzten geben, die auf einen Zusammenhang mit dem Rocker-Milieu hindeutet.

Ein Kleintransporter war am Nachmittag in München-Freimann in eine Menschengruppe auf dem Gehweg gefahren. Wie der Hergang vermuten lässt, geschah dies mit voller Absicht. Die Polizei geht von einer Auseinandersetzung im Rockermilieu aus.

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Nachdem ein Kleintransporter in München in eine Menschengruppe gefahren ist, hat die Polizei mehrere Personen festgenommen. Innenminister Joachim Herrmann will die Tat genau aufklären. Die Fahndungen im Rockermilieu laufen weiter.

Täter noch auf der Flucht

Die sechs Insassen des Fahrzeugs seien anschließend auf die angefahrene Gruppe losgegangen und hätten "gewaltsam auf sie eingewirkt", teilte die Polizei mit. Drei Männer im Alter zwischen 42 und 56 Jahren wurden verletzt, schweben aber nicht in Lebensgefahr. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, als sie sahen, wie der Transporter auf Höhe des Nordfriedhofs zielgerichtet in die Gruppe steuerte, die sich vor einem Supermarkt auf dem Gehweg aufhielt. Die Insassen stiegen aus und schlugen auf ihre Opfer ein, unter anderem mit einer Stichwaffe. Augenzeugen sprechen von einer Machete.

Täter stammen vermutlich aus dem Rocker-Milieu

Nach diesem ganz offensichtlich geplanten Überfall flüchteten die Täter in dem Kleintransporter und zwei weiteren Fahrzeugen, deren Lenker die Angreifer quasi abholten. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein. Der Bereich um den Tatort wurde von zahlreichen Polizisten weiträumig abgesperrt. Ein Hubschrauber kreiste über dem Stadtteil Freimann-Schwabing.

Der Bereich um den Tatort entlang einer Hauptverkehrsachse im Münchner Norden war stundenlang großräumig abgesperrt. Dadurch kam es zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr.

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