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Bildrechte: picture-alliance/dpa/Alexander Auer

Zehn Monate, nachdem ein SEK-Beamter bei einem Einsatz in Regensburg schwer verletzt worden ist, droht dem mutmaßlichen Täter eine lange Haftstrafe. Am Dienstag soll vor dem Landgericht das Urteil gesprochen werden.

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Anschlag auf SEK-Beamte: Heute soll das Urteil fallen

Zehn Monate, nachdem ein SEK-Beamter bei einem Einsatz in Regensburg schwer verletzt worden ist, droht dem mutmaßlichen Täter eine lange Haftstrafe. Am Dienstag soll vor dem Landgericht das Urteil gesprochen werden.

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Von
  • Zara Kroiß
  • BR24 Redaktion

Im Juni letzten Jahres ist ein SEK-Beamter bei einem Einsatz in Regensburg schwer verletzt worden. Am Dienstag soll vor dem dortigen Landgericht Regensburg das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter fallen.

Brandfalle verletzt Beamten

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen unter anderem versuchten Mord, schwere Brandstiftung und schwere Körperverletzung vor. Der Polizist hatte bei dem Einsatz im vergangenen Juni wegen einer explodierenden Brandfalle schwere Verbrennungen an Armen und Beinen erlitten.

War es ein Unfall?

Über eine von seinem Anwalt vorgetragene Erklärung räumte der Angeklagte den von der Staatsanwaltschaft geschilderten Ablauf ein, wie ein Gerichtssprecher sagte. Zu Details habe sich der Mann dann selbst geäußert und das Geschehen als Unfall dargestellt. Es sei nicht seine Absicht gewesen, den Polizisten zu verletzen.

Anklage plädiert auf neun Jahre Gefängnis

In ihrem Plädoyer beantragte die Staatsanwaltschaft eine neunjährige Gefängnisstrafe und eine Unterbringung in einer Erziehungsanstalt. Die Nebenklagevertretung schloss sich an. Die Verteidigung plädiert unterdessen auf fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe von höchstens drei Jahren und sechs Monaten.

Molotowcocktails in der Wohnung

Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte nachts Brandsätze aus dem Fenster geworfen, woraufhin Zeugen die Polizei riefen und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) anrückte. Beim Betreten der Wohnung des Mannes explodierte eine Brandfalle, die er selbst gebastelt haben soll. Die Polizei entdeckte bei der Durchsuchung mehrere Molotowcocktails.

Der verletzte SEK-Beamte wurde in eine Spezialklinik geflogen und musste mehrfach operiert werden. Er war gut ein halbes Jahr dienstunfähig.

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