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Ansbachs Bürgerinitiative begrüßt möglichen US-Truppenabzug | BR24

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Die Ansbacher Initiative "Etz langt´s" würde den Abzug der US-Truppen aus Deutschland begrüßen. Für den derzeitigen US-Stützpunkt lägen schon Pläne für die Erweiterung der Hochschule vor.

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Ansbachs Bürgerinitiative begrüßt möglichen US-Truppenabzug

Die Ansbacher Bürgerinitiative "Etz langt’s" begrüßt die angekündigten Rückzugspläne des US-Militärs aus Deutschland. Am Standort in Katterbach sind 4.200 Soldaten stationiert. Ansbachs Oberbürgermeister äußerte sich bislang nicht zu den Plänen.

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In Ansbach stößt die Meldung des angekündigten Truppenabzugs der US-Armee bei der Bürgerinitative "Etz langt’s" auf offene Ohren. Wie deren Sprecher Boris-André Meyer mitteilt, lägen Pläne für die Erweiterung der Hochschule auf dem derzeitigen US-Stützpunkt schon vor. Auch Platz für bezahlbaren Wohnraum wäre auf dem Gelände der Armee vorhanden. "Mit einem Abzug kann Ansbach einen Quantensprung machen – und das ohne Flächenfraß", sagt Meyer. Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) wolle sich hingegen erst dazu äußern, wenn ein offizielles Statement der Amerikaner vorliegt.

4.200 Soldaten in Ansbach stationiert

Auf dem Kasernengelände in Katterbach sind rund 4.200 Soldaten stationiert. Außerdem bietet die Kaserne etwa 430 Arbeitsplätze für Einheimische, heißt es von Seiten der US-Armee. Streit über die Stationierung der US-Truppen am mittelfränkischen Standort gibt es seit einigen Jahren. Seit fast fünf Jahren ist bekannt, dass durch den einstigen Feuerlöschübungsplatz der US-Armee in Ansbach-Katterbach Böden und Gewässer in der Umgebung mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind. Diese Chemikalien stehen in Verdacht krebserregend zu sein. Auch die Nachtflüge der US-Armee führten in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen.

Trump will Soldaten verlegen

US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge rund ein Viertel der in Deutschland stationierten US-Soldaten abziehen. Von den derzeit in Deutschland dauerhaft stationierten 34.500 US-Militärs würden demnach bis September 9.500 abgezogen, sagte ein Regierungsvertreter in Washington. Ein Teil der abgezogenen Soldaten werde nach Polen und in andere Staaten von Verbündeten verlegt, ein anderer Teil kehre in die USA zurück. Außerdem solle künftig eine Obergrenze von maximal 25.000 US-Soldaten in Deutschland gelten.

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Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) wolle sich zum möglichen Truppenabzug der US-Armee erst äußern, wenn ein offizielles Statement der Amerikaner vorliegt. Am Standort Katterbach sind 4.200 Soldaten stationiert.

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