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Ansbacher Raubtier- und Exotenasyl bittet um Spenden | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Wegen Corona-Krise: Im Ansbacher Raubtier- und Exotenasyl ist ein Notfallplan beschlossen worden. Die Auffangstation bittet um Spenden.

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    Ansbacher Raubtier- und Exotenasyl bittet um Spenden

    Im Ansbacher Raubtier- und Exotenasyl ist ein Notfallplan beschlossen worden. Wie der Vereinsvorstand Hannes Hüttinger dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage mitteilt, gelten für die Tierpfleger ab sofort strengere Regeln bei der Versorgung der Tiere.

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    Auf dem gesamten Gelände im Ansbacher Stadtteil Wallersdorf dürfen sich nur noch die vier Tierpfleger und die Vorsitzenden bewegen. Außerdem wurde ein wechselseitiger Schichtplan eingeführt, um eine gegenseitige Ansteckung zu verhindern, so Hüttinger. Ab sofort arbeiten jeweils zwei Pfleger als Team zusammen um die 22 Tiere des Raubtier- und Exotenasyls zu versorgen. Sollte sich einer mit dem Coronavirus infizieren, könne das andere Team aufgeteilt und die Versorgung der Tiere weiterhin sichergestellt werden.

    "Tag der offenen Türe" abgesagt – finanzielle Not

    Da sich der Verein ausschließlich über Spenden, Patenschaften und Mitgliedsbeiträge finanziert, seien die abgesagten Veranstaltungen wie der monatliche "Tag der offenen Tür" fatal. Durch diese Aktionen würden bis zu 6.000 Euro eingenommen. Diese würden nun fehlen. Die Ausgaben des Raubtierasyls belaufen sich jeden Monat auf rund 9.000 Euro. "Wir leben ab sofort von unserem Ersparten", sagt der Vereinsvorsitzende. Ob der geplante "Tag der offenen Tür" im Mai stattfinden könne, sei ebenfalls unklar.

    Futtervorrat reicht noch vier Wochen

    Zwar reiche der Futtervorrat noch für die kommenden vier bis sechs Wochen, doch steigende Fleischpreise machen Hüttinger Sorgen. Der regionale Schlachthof, von dem der Verein sein Fleisch bezieht, hat mittlerweile geschlossen. Weitere Anfahrtswege bedeuten auch höhere Kosten, so Hüttinger weiter.

    Verein bittet um Spenden

    Die laufenden Kosten für die Gehälter der Tierpfleger, Pacht, Versicherungen und Tierarzt müssen aber weiterhin bezahlt werden. Daher bittet der Verein um Spenden. Nähere Informationen stehen auf der Internetseite des Vereins. Das Raubtier- und Exotenasyl ist ein gemeinnütziger Verein der im Jahr 2007 gegründet wurde. Er hat aktuell rund 400 Mitglieder und Paten.

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