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Ansbach plant Hilfskrankenhaus für Corona-Fälle | BR24

© dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert

In Ansbach soll ein Hilfskrankenhaus eingerichtet werden, in dem rund 270 Menschen versorgt werden können.

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    Ansbach plant Hilfskrankenhaus für Corona-Fälle

    Auf dem Gelände des Finanzcampus soll ein Hilfskrankenhaus eingerichtet werden, sagte eine Sprecherin der Stadt Ansbach dem Bayerischen Rundfunk. Im Ortsteil Schalkhausen steht nun außerdem ein Testzentrum für möglicherweise infizierte Menschen.

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    Von
    • Laura Grun

    Die Stadt Ansbach plant, auf dem Gelände des Finanzcampus ein Hilfskrankenhaus für Corona-Fälle einzurichten. Der Standort der ehemaligen Landesfinanzschule habe sich als besonders geeignet für ein solches Vorhaben erwiesen, sagte eine Sprecherin der Stadt dem Bayerischen Rundfunk. Sowohl die Nähe zum Ansbacher Klinikum als auch die Räumlichkeiten vor Ort seien ideal, so die Sprecherin weiter. Rund 270 Betten könnten in dem Gästehaus vorgehalten werden.

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    Kostenübernahme noch unklar

    Bei der Einrichtung des Hilfskrankenhauses handele es sich um eine vorsorgliche Maßnahme auf Veranlassung des Freistaates Bayern. Daher sei auch noch nicht geklärt, wer die Trägerschaft und somit auch anfallende Kosten übernehme, heißt es von Seiten der Stadt.

    Strikte Trennung von Erkrankten und Verdachtsfällen

    In dem bayernweiten Konzept werden klare Anforderungen an ein Hilfskrankenhaus gestellt. Dazu zählen etwa eine bestehende Infrastruktur sowie die Möglichkeit, mindestens 90 Patienten gleichzeitig versorgen zu können. Wie auch bereits in der regulären Patientenversorgung üblich, soll nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eine strikte Trennung von COVID-19-Erkrankten, COVID-19-Verdachtsfällen und anderen Patienten erfolgen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Ansbach.

    Testzentrum in Schalkhausen

    Im Ansbacher Ortsteil Schalkhausen ist außerdem ein Testzentrum für mögliche mit dem Coronavirus infizierte Menschen errichtet worden. Das Testzentrum wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses zwischen Ansbach und Schalkhausen eingerichtet, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Ansbach dem Bayerischen Rundfunk. Diese Maßnahme wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) eingeführt, um die ärztlichen Stellen zu entlasten, so der Sprecher weiter.

    Tests nur auf ärztliche Anordnung

    Getestet werden jedoch ausschließlich Personen, die vorher durch einen Hausarzt oder die KVB registriert und anschließend dorthin überwiesen wurden. Ohne Überweisung ist keine Testung möglich. Daher gilt die allgemeingültige Regel auch weiterhin: Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, der sollte sich an seinen Hausarzt oder den Service der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 wenden.