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Anrufbus "Baxi" fährt jetzt auch im Landkreis Schwandorf | BR24

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So günstig wie der Linienbus, aber gleichzeitig so bequem wie ein Taxi - das ist das "Baxi", eine Kombination aus Bus und Taxi. Das neue Angebot im Nahverkehr startet heute im Kreis Schwandorf. In Tirschenreuth ist das System bereits erfolgreich.

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Anrufbus "Baxi" fährt jetzt auch im Landkreis Schwandorf

So günstig wie der Linienbus, aber gleichzeitig so bequem wie ein Taxi - das ist das "Baxi", eine Kombination aus Bus und Taxi. Das neue Angebot im Nahverkehr startet heute im Kreis Schwandorf. In Tirschenreuth ist das System bereits erfolgreich.

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Im Landkreis Schwandorf startet heute das Rufbus-System "Baxi". Dahinter verbirgt sich eine Mischung aus Bus und Taxi, die das bestehenden Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr auf dem Land ergänzen soll. Das flexible Modell wurde 2014 im Landkreis Tirschenreuth entwickelt, dort gilt das Anruf-Taxi als Erfolgsstory.

"Baxi"-Fahrt kostet genauso viel wie Busfahrt

"Baxi"-Kunden müssen sich bis eine Stunde vor Fahrantritt telefonisch anmelden. Dann steigt man an einer Haltestelle ein. Die Fahrt mit einem Kleinbus oder Pkw endet direkt am gewünschten Zielort, also direkt vor der Arztpraxis, dem Supermarkt, Krankenhaus oder Rathaus. Dabei soll die "Baxi"-Fahrt genauso viel wie eine Fahrt mit einem regulären Linienbus kosten. Im Landkreis Schwandorf gibt es ab heute 650 Haltestellen und zwölf Linien.

Fahrgastzahlen in fünf Jahren verdoppelt

Bis sich das System etabliert, dauert es allerdings einige Zeit, weiß Peter Zimmert aus Erfahrung. Der Entwickler des "Baxi"-Modells im Landratsamt kann aber für den Landkreis Tirschenreuth eine Erfolgsgeschichte aufzeigen. Seit der Einführung des "Baxi" im Landkreis Tirschenreuth im Jahr 2014 haben sich die Fahrgastzahlen verdoppelt. Waren es vor fünf Jahren noch 25.000 Passagiere, sind es heuer schon rund 50.000 - Tendenz steigend, sagt Zimmert.

Nur 200 Meter bis zur "Baxi"-Haltestelle

Die 21 Linien und inzwischen 700 Haltestellen im Landkreis Tirschenreuth werden den Fahrgastentwicklungen ständig angepasst. Ziel war es, dass mit dem "Baxi" jeder einzelne Bürger im Flächen-Landkreis an den ÖPNV angeschlossen ist. Zudem soll jeder Landkreis-Bewohner nur maximal 200 Meter zu Fuß gehen, um an einer Haltestelle in ein "Baxi" einzusteigen.

In Tirschenreuth und Kemnath fahren im Stadtverkehr bereits E-"Baxis". Im kommenden Jahr sollen auch in Mitterteich und Waldsassen welche dazu kommen.

Auch im Landkreis Neustadt/Waldnaab kommt das "Baxi"

Das "Baxi" ist die so genannte dritte Säule im ÖPNV, neben dem Linienbusverkehr und dem Schienennahverkehr, der weiterhin in gewohntem Umfang bestehen bleibt. Die Finanzierung für das "Baxi" kommt aus verschiedenen Töpfen vom Freistaat, aber auch der Landkreis, die Kommunen und eben die Fahrgäste steuern Geld bei. Nach dem Landkreis Schwandorf wird auch der Landkreis Neustadt an der Waldnaab ab dem Frühjahr das System einführen.