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Anonyme Spende im Briefkasten: 55.500 Euro für Schule in Afrika | BR24

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Der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle hatte eine anonyme Spende mit satten 55.500 Euro für eine Schule in Afrika im Briefkasten.

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Anonyme Spende im Briefkasten: 55.500 Euro für Schule in Afrika

Der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle hat in seinem Briefkasten ein Päckchen mit einer anonymen Geldspende gefunden. Die satten 55.500 Euro widmet der unbekannte Spender einer neuen Schule in Afrika. Das Geld soll jetzt nach Liberia fließen.

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Da hat Landrat Stefan Rößle seinen Augen nicht getraut, als er vor ein paar Tagen ein mit Klebeband umwickeltes Päckchen ohne Absender, adressiert an "Landrat Stefan Rößle",  aus seinem Briefkasten zog und öffnete: Darin befanden sich 55.500 Euro und eine Karte. Ohne Namen, aber dafür mit dem Text "Für eine neue Schule in Afrika". Davon hat Rößle heute bei einem Pressegespräch erstmals berichtet.

Dank an den anonymen Spender

Das Gefühl beim Öffnen des Päckchens könne man kaum beschreiben, sagt Rößle zum BR. Wenn einem jemand so viel Geld anvertraue, dann sei das sehr bewegend. Der Donau-Rieser CSU-Landrat dankt dem- oder derjenigen und versichert, das Geld sei in guten Händen. Zunächst habe er es zur Sicherheit noch von der Polizei prüfen lassen. Jetzt sei klar: Das Geld ist echt.

55.500 Euro gehen nach Liberia

Inzwischen ist auch entschieden, was damit geschehen soll: Eine Schule in Liberia soll gebaut werden, mit sechs Klassenzimmern, einem Brunnen sowie Sanitäranlagen. Die Schüler dort gehen derzeit in eine vom Bürgerkrieg zerstörte Schule, die "Imam Tunis Schule". Außerdem gibt es nur Unterricht in den ersten vier Klassen. In Zusammenarbeit mit den Organisationen "Fly and Help" und "Street Child of Liberia"  vor Ort soll die neue Schule errichtet werden. Dann könnten auch die 200 Kinder aus der Umgebung, die derzeit noch nicht in die Schule gehen, Unterricht bekommen.

Viele Schulen in Afrika profitieren

Der Landkreis Donau-Ries hat inzwischen schon viel Erfahrung mit dem Bau von Schulen in Afrika, denn er hat das Projekt "1000 Schulen für eine Welt" ins Leben gerufen. Hier können sich bundesweit Städte, Gemeinden, Landkreise oder auch Firmen und Privatleute beteiligen. Die Schirmherrschaft hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller übernommen. Die Schule in Liberia wird bereits die zweiundzwanzigste Schule sein, die mit Spendengeldern aus dem Landkreis gebaut wird. Einige andere Schulen sind auch schon fertig gestellt.