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Annegret Kramp-Karrenbauer für mehr Frauen in der Bundeswehr | BR24

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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht anlässlich des erstmaligen gemeinsamen Gedenkens von israelischen und deutschen Soldaten in Deutschland von "enormem Nachholbedarf", was Frauen in der Bundeswehr angeht.

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Annegret Kramp-Karrenbauer für mehr Frauen in der Bundeswehr

Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht einen "enormen Nachholbedarf", was Frauen in der Bundeswehr angeht. Dies beklagte sie anlässlich des ersten gemeinsamen Gedenkens israelischer und deutscher Soldaten in Deutschland.

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Deutsche und israelische Militärflugzeuge, die Seite an Seite in Deutschland fliegen: Zum Gedenken der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 flog heute eine deutsch-israelische Kampfjeteinheit über den ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck - den Ort, an dem das Attentat vor 48 Jahren endete. Die Formation überflog danach auch das ehemalige Konzentrationslager Dachau. Das Ganze ist Teil eines zweiwöchigen Besuchs von etwa zweihundert Soldaten der israelischen Luftwaffe. Dass gemeinsame Übungen der Bundeswehr und der israelischen Armee in Deutschland stattfinden, ist eine Premiere.

Gute Zusammenarbeit

"Neben der Symbolkraft geht es auch um das gemeinsame Üben. Wir tauschen uns immer wieder aus. Die Israelis verfügen über eine hohe Expertise im Bereich der Cyberabwehr. Das ist für uns sehr wichtig, weil wir uns vor ein paar Jahren auf den Weg gemacht haben, diesen Bereich stärker aufzubauen." Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Mehr Frauen gefordert

Anlässlich der gemeinsamen Übung sprach sie sich im Interview mit Bayern 2 für mehr Frauen in der Bundeswehr aus. Außerdem wünscht sich die Bundesverteidigungsministerin eine gleichberechtigte Teilhabe beider Geschlechter.

Wenn es darum geht, welche Rollen Frauen in einer Armee spielen können, sind uns die Israelis meilenweit voraus. Wir haben die Bundeswehr erst seit 2000 in allen Waffengattungen auch für die Frauen geöffnet, insofern haben wir einen enormen Nachholbedarf." Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin

Kramp-Karrenbauer ist der Meinung, dass auch bei UN-Friedensmissionen mehr Frauen im Militär beteiligt sein sollten. Denn es seien gerade Frauen, die Opfer von Gewalt und Kriegen werden. "Sie brauchen die entsprechenden Ansprechpartnerinnen."

Gemeinsames Gedenken

Über das für heute geplante gemeinsame Gedenken der deutschen und israelischen Luftwaffe in Deutschland sagte die Bundesverteidigungsministerin: "Es ist ein bewegender Moment für beide Delegationen, auch weil wir wissen, dass in der israelischen Delegation auch Teilnehmer sind, die angehörige Vorfahren haben, die selbst in Dachau waren."

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