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Anna Dziwetzki wird neue Direktorin des Porzellanikons | BR24

© BR/Katharina Herkommer

Die Leitung des Staatlichen Museums für Porzellan in Selb und Hohenberg/ Eger wird Anna Dziwetzki übernehmen. Die Kunsthistorikerin wurde von Kunstminister Bernd Sibler (CSU) im Porzellanikon Selb vorgestellt.

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Anna Dziwetzki wird neue Direktorin des Porzellanikons

Die Leitung des Staatlichen Museums für Porzellan in Selb und Hohenberg/ Eger wird Anna Dziwetzki übernehmen. Die Kunsthistorikerin wurde von Kunstminister Bernd Sibler (CSU) im Porzellanikon Selb vorgestellt.

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Ab 1. Februar 2020 ist Anna Dziwetzki die neue Direktorin des Staatlichen Museums für Porzellan in Selb und Hohenberg/Eger. Die zukünftige Leiterin des Porzellanikons wurde am Donnerstag (23.01.20) von Kunstminister Bernd Sibler (CSU) vorgestellt. Die Diplom-Kunsthistorikerin sei "eine Führungspersönlichkeit mit hervorragender Expertise und einem beeindruckenden Erfahrungsschatz, den sie während ihrer Ausbildung und ihrem bisherigen beruflichen Werdegang auf internationalem Terrain und in der Museumsszene gesammelt hat", sagte Kunstminister Sibler.

In Rom Kunstgeschichte studiert

Anna Dziwetzki wurde 1970 in der polnischen Stadt Plathe geboren und kam mit 14 Jahren nach Deutschland. Als Kind lebte sie ein halbes Jahr mit ihrer Familie in Nigeria. Dziwetzki studierte in Rom Kunstgeschichte. Anschließend bildete sie sich zur Kulturmanagerin weiter. "Porzellan, für mich der Inbegriff von vollkommener Handwerkskunst, von Schönheitssinn und Raffinesse, erzählt so viele spannende Geschichten", sagte Dziwetzki.

Digitalisierung eine große Herausforderung

Es sei wunderbar, hier im europäischen Herzen des "weißen Goldes", in die Welt des Porzellans eintauchen zu können, umgeben von so vielen wunderbaren Objekten, die gefertigt, genutzt, geschätzt und begehrt wurden. Dziwetzki nannte als große Herausforderung der nächsten Jahre die Digitalisierung. Das digitale Zeitalter werde die Museumslandschaft in ganz Deutschland verändern.

Unbefristeter Vertrag

Anna Dziwetzki hat zwei Töchter im Alter von acht und zwölf Jahren. Sie lebt derzeit noch in Freiberg bei Dresden. Sie will mit ihrer Familie ins Fichtelgebirge ziehen. Ihr Vertrag mit dem Porzellanikon ist unbefristet. Ihr Vorgänger, Wilhelm Siemen, ging kürzlich in den Ruhestand. Er hatte das Staatlichen Museum für Porzellan in Selb und Hohenberg/Eger gegründet und aufgebaut.

Berufserfahrung in Frankfurt und Freiberg gesammelt

Anna Dziwetzki arbeitete bisher unter anderem am Städelschen Kunstinstitut, der Städtischen Galerie und am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt am Main. Sie war außerdem Marketing-Leiterin der Ausstellung "Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht" für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Bei der "terra mineralia" der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ist sie seit zehn Jahren zugleich Leiterin und Geschäftsführerin. Seit 2012 leitete sie zusätzlich die Mineralogische Sammlung Deutschland im Krügerhaus.